Lufthansa verbietet Mitnahme von Samsung Galaxy Note 7

Aus Sicherheitsgründen hat die Lufthansa-Gruppe das Samsung-Smartphone Galaxy Note 7 von allen Flügen verbannt.
Aus Sicherheitsgründen hat die Lufthansa-Gruppe das Samsung-Smartphone Galaxy Note 7 von allen Flügen verbannt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Das Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 darf nicht mehr an Bord von Lufthansa-Fliegern. Nicht alle Passagiere wollen das einfach hinnehmen.

Frankfurt/Main..  Die Lufthansa verbietet ab sofort auf allen Flügen weltweit die Mitnahme des Samsung-Smartphones Galaxy Note 7. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenradios MDR Aktuell. „Das Telefon darf nicht an Bord, im Handgepäck oder im aufgegebenen Gepäck mitgenommen werden“, sagte der Sprecher. Beim Samsung Galaxy Note 7 können sich die Akkus erhitzen und schlimmstenfalls in Brand geraten.

Samsungs Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 war vor zwei Tagen bereits von den US-Behörden aus Sicherheitsgründen komplett aus Flugzeugen in den Vereinigten Staaten verbannt worden. Die Lufthansa hatte seit dem 16. September untersagt, dass ein Galaxy Note 7 an Bord genutzt, eingeschaltet oder aufgeladen wird. Außerdem durfte das Gerät nicht im Gepäck aufgegeben werden.

Die Lufthansa warnte am Dienstag auch über Twitter vor der Mitnahme: „Achtung: Der Transport aller Samsung Galaxy Note 7 Smartphones ist auf allen unseren Flügen untersagt. Bitte lasst sie zu Hause!“

Das nun ausgesprochene Verbot der Lufthansa betrifft sämtliche Flüge der Firmengruppe, also auch der Tochterunternehmen. Samsung setzt inzwischen auf deutschen Flughäfen eigene Mitarbeiter ein, um Reisenden Ersatz-Handys anzubieten. Bei der Durchsetzung des Note-7-Verbots am Wochenende in den USA kam es zum Teil zu heftigen Konflikten mit Passagieren, die ihre Smartphones nicht einfach zurücklassen wollten, ohne einen Ersatz dafür zu bekommen.

Unterdessen wollen US-Verbraucher eine Sammelklage gegen Samsung auf die Beine stellen. Dabei geht es derzeit noch nicht direkt um die Feuergefahr, die von dem Galaxy Note 7 ausgeht. Die drei Käufer aus den Bundesstaaten Nevada, Kalifornien und Pennsylvania kritisieren, dass zwischen der ersten Rückruf-Ankündigung und dem Beginn des Austausches drei Wochen vergingen.

Damit seien Kunden für diese Zeit mit potenziell gefährlichen Geräten zurückgelassen worden, die sie nicht benutzen sollten, während die Kosten für die Mobilfunk-Verträge weiter liefen. Dafür wollen sie entschädigt werden. Die in New Jersey eingereichte Beschwerde muss den Status einer Sammelklage erst noch bekommen.

Das Galaxy Note 7 sollte gegen Apples iPhone 7 antreten

Samsung hatte rund eine Million Smartphones des Modells Galaxy Note 7 in den USA verkauft. Zusammen mit Austauschgeräten wurde der Rückruf zuletzt auf 1,9 Millionen Smartphones ausgeweitet.

Der Konzern hatte das Telefon, das als High-Tech-Modell gegen Apples iPhone 7 antreten sollte, vergangene Woche komplett vom Markt genommen, nachdem auch vermeintlich sichere Ersatzgeräte Feuer fingen. (dpa)