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Luftfahrt

Lufthansa schwört Mitarbeiter auf harten Sparkurs ein

10.02.2012 | 22:38 Uhr
Lufthansa schwört Mitarbeiter auf harten Sparkurs ein

Frankfurt/Main.Die Deutsche Lufthansa appelliert an ihre Mitarbeiter, das jüngst angekündigte Sparprogramm rückhaltlos mitzutragen. Trotz steigenden Wettbewerbsdrucks wolle die Lufthansa Europas größte Airline bleiben, in Flugzeuge und Produkte investieren und mehr Fluggäste befördern. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Marktführerin nach Angaben des Vorstands aber mehr Geld verdienen als bisher. Das ist laut Konzernchef Christoph Franz nur möglich, wenn ein Ruck durchs Unternehmen gehe und alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen würden.

Franz will alle Lufthanseaten hinter sich und seinen Plänen wissen. "Noch können wir aus einer Position der Stärke heraus Veränderungen vorantreiben", schreibt er in der Konzernzeitung "Lufthanseat". Es gehe jetzt darum, dass der Druck für alle erkennbar werde und die Mitarbeiter trotz derzeit insgesamt schwarzer Zahlen zu Höchstleistungen auflaufen würden.

"Packen Sie mit an!"

"Packen Sie mit an!", forderte er die Mitarbeiter auf. Die bevorstehenden Aufgaben könnten Management und Vorstand nicht alleine schaffen.

Lufthansa verspürt einerseits Druck von den vielen Low-Cost-Carriern in Europa und den großen Drehkreuzen in den Golfstaaten. Andererseits lasten die deutsche Luftverkehrssteuer und die europäischen Emissionshandelskosten auf den Flügeln der Kranichlinie.

Franz versprach, dass die geplanten Veränderungen und Sparmaßnahmen auch beim Management nicht "haltmachen". Außerdem könnten die Führungskräfte die angedachten Aufgaben nicht alleine erledigen, sondern seien auf die volle Unterstützung der Beschäftigten angewiesen.

Lufthansa will das operative Ergebnis in den nächsten drei Jahren um mindestens 1,5 Milliarden Euro steigern. Der Vorstand hat aus diesem Grund das konzernweite Programm Score entwickelt, das die Rentabilität nachhaltig steigern und die Kooperation innerhalb der Gruppe verbessern soll. Außerdem sind Kostensenkungen und Einnahmensteigerungen geplant.

"Raus aus der Komfortzone"

Was dies für die einzelnen Töchter genau bedeutet, bleibt indes im Dunkeln. In den kommenden Monaten sollen Details dazu erarbeitet werden. Klar ist derzeit nur, dass der Einkauf zentralisiert und die Verwaltung verkleinert werden sollen. Jeder Lufthanseat müsse sich auf einschneidende Veränderungen einstellen. "Wir müssen raus aus der Komfortzone", schrieb Franz.

Unklar bleibt auch, was der Vorstand unter der "strukturellen" Erneuerung der Geschäftsfelder versteht. Franz betonte, dass das Management zur Sicherung des Unternehmens Entscheidungen "von großer Tragweite" treffen wird und unpopuläre Maßnahmen geplant sind. Aber auch hier nannte er noch keine Beispiele.

Mit dem eingesparten Geld will der Vorstand neue Flugzeuge und Angebote finanzieren und den Mitarbeitern so langfristige Perspektiven bieten. "2015 werden wir viel bewegt und das Unternehmen zielgerichteter auf den Wettbewerb eingestellt haben", versprach Franz den Mitarbeitern. Lufthansa werde dann viel selbstbewusster dastehen. (dapd)

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Kommentare
15.02.2012
14:16
Lufthansa schwört Mitarbeiter auf harten Sparkurs ein
von Poqwi | #9

#8

stimmt ....

es geht so nicht weiter wie bisher.....

es geht nicht weiter mit 25% renditeerwartung auf kosten und den schultern der mitarbeiter

es geht nicht weiter mit immer höherem druck damit die firmenleitung auch ja ihr 13.,14.15 und 16. gehalt inklusive prämien bekommt und auf der anderen seite bei den mitarbeitern jedwede vergünstigung gestrichen wird....

es geht nicht weiter damit das man den mitarbeitern durch die blume faulheit vorwirft("raus aus der komfortzone") und sich auf der anderen seite sich die taschen vollstopft ohne adequate gegenleistung...

25% rendite ist pervers.....

14.02.2012
12:42
Lufthansa schwört Mitarbeiter auf harten Sparkurs ein
von Beteiligter | #8

Was hat denn das Wahlverhalten mit diesem Thema zu tun??

Der Konzern baut halt vor auf kommende schwere Zeiten.
Das heisst Verantwortung!

Oder glaubt jemand,alles geht so weiter wie bisher?

13.02.2012
13:15
Blockierter Kommentar.
von Beteiligter | #7

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.02.2012
12:45
Lufthansa schwört Mitarbeiter auf harten Sparkurs ein
von Poqwi | #6

genau....

wer nicht nachweislich cdu oder fdp gewählt hat fällt den "sparmassnahmen" zum opfer.....

so geht das.....

11.02.2012
16:28
Lufthansa schwört Mitarbeiter auf harten Sparkurs ein
von karlosdallos | #5

Lieber Mitarbeiter:
Sparen sie den Aktionären ein paar neue Flugzeuge in die Tasche.

Legen Sie doch mal die bertriebliche Altersversorgung drauf.

Haben die bei Karstadt doch auch gemacht.

Vor allen Dingen : Wählen Sie FDP oder CDU.

11.02.2012
15:38
Lufthansa schwört Mitarbeiter auf harten Sparkurs ein
von Pit01 | #4

Europäischer Marktführer reicht wohl nicht mehr, man will um in der Firmensprache zu bleiben "hoch hinaus". Da schwant einen nichts Gutes. Auch Thyssen Krupp wollte in der ersten Liga der "Globalplayer spielen und versenkte mal soeben ein paar Milliarden. Ich frage mich langsam, wo lernen diese "Topmanager" so etwas?

11.02.2012
13:40
Lufthansa schwört Mitarbeiter auf harten Sparkurs ein
von wohlzufrieden | #3

Ja, die Mitarbeiter müssen den Gürtel enger schnallen, und der Vorstand braucht Hosenträger XXXL.

11.02.2012
10:53
Lufthansa schwört Mitarbeiter auf harten Sparkurs ein
von holmark | #2

Na klar, solange der shareholder-value stimmt und die Vorstände in Geld baden dürfen, ist doch alles in Ordnung. Diejenigen, die mit ihren Leistungen das Geld in die Kasse holen, sollte man am besten in Notunterkünften kasernieren und mit Küchenabfällen ernähren.

11.02.2012
10:30
Lufthansa schwört Mitarbeiter auf harten Sparkurs ein
von Poqwi | #1

"in der jetzigen lage müssen die mitarbeiter lohnverzicht übern und sich mit lohnforderungen zurückhalten,das ist alternativlos"

immer die gleichen dummen sprüche die man langsam nicht mehr hören kann....

"wir müssen raus aus der komfortzone"?

die botschaft an die mitarbeiter geht ja kaum eindeutiger "wir machen nicht genug gewinn weil ihr zu faul und zu bequem seid und deshalb habt ihr euch gefälligst für weniger lohn mehr anzustrengen,damit wir unsere umsatzprämien einstreichen können"

DAS ist,zwischen den zeilen gelesen,die botschaft....

schwarze zahlen reichen nicht mehr...es müssen die richtigen zahlen sein (26% rendite)?

sowas muss verboten werden....deckelung für jedes dax unternehmen bei 5% rendite der rest wird vom staat abgeschöpft...so geht das....

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