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Lagarde will Wachstum nicht der Sparpolitik opfern

12.10.2012 | 06:29 Uhr
Foto: /Pool Getty Images Europe/Oli Sca

Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat davor gewarnt, das Wachstum der Sparpolitik zu opfern. IWF-Chefin Christine Lagarde erklärte am Freitag auf dem Jahrestreffen von IWF und Weltbank in Tokio, die Krisenbewältigung müsse Priorität haben. Mittelfristig müssten die Schulden gesenkt werden.

Tokio (dapd). Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat davor gewarnt, das Wachstum der Sparpolitik zu opfern. IWF-Chefin Christine Lagarde erklärte am Freitag auf dem Jahrestreffen von IWF und Weltbank in Tokio, die Krisenbewältigung müsse Priorität haben. Mittelfristig müssten die Schulden gesenkt werden. Strukturelle Reformen seien dann nötig, um langfristiges Wachstum sicherzustellen, erklärte sie weiter.

"Das ist das Paket, das benötigt wird", sagte Lagarde. "Ohne Wachstum ist die Zukunft der Weltwirtschaft in Gefahr." Die weltweite wirtschaftliche Erholung sei noch zu schwach. Für Millionen Menschen seien die Aussichten auf einen Arbeitsplatz noch immer zu schlecht, die Kluft zwischen Armen und Reichen sei noch immer viel zu groß.

Sowohl Lagarde als auch Weltbankpräsident Jim Yong Kim betonte, ohne größere Gerechtigkeit und Gleichheit sei Wachstum nicht nachhaltig. Die Proteste des Arabischen Frühlings hätten gezeigt, dass Wachstum Arbeitsplätze für Junge und Frauen bringen müsse.

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