Krankenstand wegen Jobangst auf Rekordtief
11.04.2009 | 23:59 Uhr 2009-04-11T23:59:00+0200
Berlin. Deutsche Arbeitnehmer melden sich offenbar aus Angst um ihren Job so selten krank wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr. Trotz Grippewelle ist der Krankenstand in Deutschland nach Medienberichten im ersten Quartal dieses Jahres gesunken.
Der Krankenstand in Deutschland ist trotz Grippewelle nach einem Bericht der Tageszeitung «Die Welt» im ersten Quartal dieses Jahres gesunken. Er erreichte sogar den niedrigsten Wert in den ersten drei Monaten eines Jahres seit der Wiedervereinigung, wie das Blatt unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium berichtete. Demnach fehlten die Arbeitnehmer von Januar bis März 2009 durchschnittlich 3,26 Prozent der Sollarbeitszeit.
Die Fehlzeiten entsprechen 1,8 Arbeitstagen. Gegenüber dem ersten Quartal 2008 sank der Krankenstand dem Bericht zufolge um fünf Prozent. Frauen fehlten in den ersten drei Monaten dieses Jahres wegen Krankheit mit 3,5 Prozent der Sollarbeitszeit deutlich häufiger als Männer mit 3,06 Prozent. Vor zehn Jahren lag der Krankenstand im ersten Quartal laut «Welt» noch um 25 Prozent höher.
Arbeitsmarktexperten machen vor allem die steigende Jobangst in Zeiten der schweren Wirtschaftskrise für die Entwicklung verantwortlich. Der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Joachim Möller, sagte: «In wirtschaftlichen Krisenzeiten haben die Beschäftigten mehr Angst, ihren Job zu verlieren. Tendenziell sinken in solchen Zeiten die Krankenstände.»
Weniger schwere Arbeit
Das Blatt führte die Entwicklung aber auch auf Veränderungen am Arbeitsplatz zurück: So nehme der Anteil der Menschen ab, die körperlich schwer arbeiten müssten. Diese Berufsgruppen haben normalerweise einen hohen Krankenstand.
Das Bundesgesundheitsministerium erfasst den Krankenstand nur für Pflichtversicherte in den Kassen. Aussagen über die Arbeitszeit sind darin nicht enthalten. Die Behörde konnte deswegen die Berechnungen der Zeitung nicht bestätigen. (ap/afp)

02:45
tja,
viele haben mehr Angst das sie dem Doc was kosten..
16:09
Wenn ich (erkältungs-virus) krank bin, nütze ich dem Arbeitgeber mehr, wenn ich zu Hause bleibe und keine Kollegen anstecke.
Leider gibt es immer wieder Helden, die den Virus ihrer Kindern, die sich in der Schule anstecken, in der Firma verbreiten. Letztendlich müssen wir damit leben. Aber es ist auch keiner länger als drei bis vier Tage außer Gefecht. Oft geht die Unpässlichkeit sogar etwas schneller vorüber.
Gegen diesen (Mist), der uns alle quält ist bislang kein Kraut gewachsen.
Es sei denn wir forschen im Urwald nach den indianischen Heilmitteln.
Leider gehen die Urwald-Bewohner genau so schnell kaputt wie der Wald und seine Forschungssubstanz.
Was wir brauchen ist Bio-Sprit.
Nicht wahr, oder?
11:13
... oder ist es einfach nur zu teuer geworden krank zu sein????
13:10
Die ganze Gesellschaft ist schwer krank. Leider gibt es keinen Arzt, der dieser Gesellschaft noch helfen kann. Die vorhandenen geldgeilen Ärzte in diesem korrupten Gesundheitssystem, sind nicht fähig und auch nicht willens (ausser den Privatpatienten) zu helfen.
12:37
Komisch, dass bei drohendem Arbeitsplatzverlust
immer die wundersame Heilung einsetzt.
20:18
Schon wieder: RÜGE!
Neulich waren es DEUTSCHE
Bahnnutzer, heute sind es DEUTSCHE ArbeitNEHMER?
Obacht: Es leben auch andere hier!
17:39
Die meisten haben einfach blau gemacht oder sind wegen etwas Schnupfen erstmal ne Woche daheim geblieben.
So wie es jetzt ist, ist es richtig!
13:01
Immer diese Polemik......warum schreibt man nicht, die Arbeitgeber zahlen jetzt weniger Lohnfortzahlung, weil die Arbeitnehmer weniger BLAU machen! Und was bitteschön ist schlimm daran.....ich finde das ein sehr sehr gute Entwicklung!
12:55
welche Grippewelle?
12:53
Sonst heisst es schnell.
Jobst du noch oder hartzt du schon