Gesundheit
Krankenstand erreicht im ersten Halbjahr historisches Tief
13.07.2009 | 11:51 Uhr 2009-07-13T11:51:00+0200
Berlin. Im ersten Halbjahr 2009 sei der Krankenstand der Arbeitnehmer in deutschen Firmen auf ein Rekordtief gefallen - das berichtet die Tageszeitung "Die Welt". Die Beschäftigten fehlten demnach im Schnitt lediglich 3,5 Tage. Ein Grund sei die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.
Der Krankenstand in den deutschen Betrieben ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf ein historisches Tief gefallen. Die Arbeitnehmer fehlten im ersten Halbjahr 2009 im Durchschnitt 3,24 Prozent der Sollarbeitszeit (2008: 3,34 Prozent) - das ist der niedrigste Stand in einem ersten Halbjahr seit Einführung der Krankenstand-Statistik im Jahr 1970, wie die Tageszeitung «Die Welt» (Montagausgabe) unter Berufung auf die neuesten Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) berichtet. Die Fehlzeiten entsprechen 3,5 Arbeitstagen. Die Statistik des Ministeriums erfasst die Krankenstände aller gesetzlich versicherten Arbeitnehmer.
Frauen fehlen häufiger als Männer
Arbeitsmarktexperten machen vor allem die Angst, in Zeiten der schweren Wirtschaftskrise im Krankheitsfall den Arbeitsplatz zu gefährden, für die weiter sinkenden Fehlzeiten verantwortlich. Laut BMG-Statistik fehlten Frauen mit 3,44 Prozent der Sollarbeitszeit häufiger als Männer (3,06 Prozent). Die höchsten Krankenstände wurden im Februar (3,70 Prozent) verzeichnet, die niedrigsten im Januar (2,72 Prozent). Die Krankenstände sind in diesem Jahrzehnt gegenüber den 90er- und 80er Jahren spürbar zurückgegangen. So lagen vor zehn Jahren, also im ersten Halbjahr 1999, die Fehlzeiten beispielsweise bei 4,24 Prozent der Sollarbeitszeit - das sind 23 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. (ddp)

12:52
@chefchef: falsch gedacht: es schleppen sich weniger Kranke zum Arzt, sondern zum Arbeitsplatz, um dann in 10 Jahren mit chronischen Erkrankungen total auszufallen! Na ganz tolle Aussichten!
Warum sollten jetzt auf einmal weniger Leute krank sein als noch vor 10 Jahren?
Ergo: Anzahl der Kranken ist identisch, nur ihr Aufenthaltsort hat sich geändert!
Was wir davon haben, wird man dann ja sehen (bzw. sieht man im Betrieb meiner Frau schon, wo nun fast 50% der Kolleginnen und Kollegen wg. chronischer und psychischer Erkrankungen quasi ein Dauer-Ausfall sind..)
12:45
Die Angst ist unbegründet...der Job wird eh wegfallen, wer nicht Beamter oder Politiker ist wird bald ohne Arbeit da stehen
11:45
Da müßten ja die Krankenversicherungsbeiträge furchtbar sinken!
11:34
Im ersten Halbjahr 2009 gab es aber auch den Höchststand an Kurzarbeit.
Wer frei hat, wird sich nicht noch krank schreiben lassen.
Wer arbeitslos ist erst recht nicht.
10:32
Sinkt der Krankenstand, heisst es: Die Leute gehen krank zur Arbeit.
Steigt der Katankenstand, heisst es: Die Leute arbeiten sich krank.
Ja, was denn nun?
@#3: Volle Zustimmung!
10:10
Der korrekte Schluss aus dieser Erhebung lautet: Es schleppen sich nicht weniger Kranke an den Arbeitsplatz, sondern es gehen weniger faule Simulanten zum Arzt.
09:50
Irgendwann wirds auch mal eine Quittung geben. Zum Beispiel für die verschleppte Bagatellkrankheit
grippaler Infekt, Nebenhöhlenentzündungen usw.
Kranke gehören ins Bett und nicht an den Arbeitsplatz wo sie als Bazillenmutterschiffe ganze Abteilungen infizieren. Dann vergesse man nicht wer früher leichtfertig den gelben Zettel ausgestellt hat!
09:42
Ist doch schön, wenn in Zeiten einer Wirtschaftskriese und um die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, bei vielen die wundersame Genesung eintritt.