Krankenkassen-Kunden sollen ab Juli Zuschläge zahlen
27.04.2009 | 07:20 Uhr 2009-04-27T07:20:00+0200
Berlin. Viele Krankenkassen-Kunden müssen ab Juli wahrscheinlich mehr zahlen. Damit rechnet der Präsident des Bundesversicherungsamts. In einem Zeitungsinterview sagte er, einige gesetzliche Kassen würden ab dem Sommer einen Zuschlag erheben. Für deren Kunden gibt es allerdings einen Ausweg.
Für mehrere Millionen Kassenpatienten wird die Krankenversicherung mittelfristig teurer. Einige gesetzliche Kassen werden nach einem Bericht der Tageszeitung «Die Welt» erstmals einen Zuschlag zum normalen Beitragssatz erheben. «Die ersten Zusatzbeiträge erwarte ich zum 1. Juli dieses Jahres», sagte der Präsident des Bundesversicherungsamts, Josef Hecken, der Zeitung. Nach derzeitigem Stand seien insgesamt 4,5 Millionen Mitglieder in 16 Krankenkassen von den Zusatzbeiträgen betroffen. Fast ebenso viele Versicherte könnten umgekehrt mit der Auszahlung einer Prämie rechnen.
"Rechnerisch könnten 30 überwiegend kleinere Kassen eine Prämie ausschütten», sagte Hecken. Bislang hätten aber nur drei Kassen eine Auszahlung beschlossen und beim Bundesversicherungsamt beantragt. Von weiteren Kassen gebe es Voranfragen.
Wer nicht zahlen will, kann kündigen
Seit Januar bekommen die fast 200 gesetzlichen Krankenkassen ihr Geld aus dem Gesundheitsfonds zugewiesen. Auf diese Weise verteilt der Fonds in diesem Jahr insgesamt fast 168 Milliarden Euro. Kommen die Kassen mit diesem Geld nicht aus, müssen sie von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag erheben. Dieser Beitrag darf maximal ein Prozent vom Bruttoeinkommen eines Mitglieds betragen. Wer den Zuschlag nicht zahlen will, kann seiner Kasse kündigen und zu einer anderen wechseln.
Welche Kassen einen Zusatzbeitrag erheben werden, sagte Amtspräsident Hecken nicht. Die großen Versicherer wollen ihre Mitglieder dieses Jahr aber noch nicht belasten. «Wir werden 2009 keinen Zusatzbeitrag nehmen», sagte der Chef der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK), Herbert Rebscher, der «Welt». Er werde «alles tun, um mit dem Geld aus dem Fonds über die Runden zu kommen».
AOK und TK planen keinen Zuschlag
Auch der Chef der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, versicherte: «Wir brauchen 2009 keinen Zusatzbeitrag.» Das Gleiche teilt die Barmer Ersatzkasse mit. Nach Auskunft des AOK-Bundesverbands wird auch keine Ortskrankenkasse dieses Jahr einen Zuschlag nehmen.
Nicht ganz so eindeutig ist die Lage bei der Deutschen BKK, die mit einer Million Versicherten eine der beiden größten Betriebskrankenkassen ist. «Es ist noch offen, ob wir zum 1. Juli einen Zusatzbeitrag erheben werden», sagte eine Sprecherin. Erst Anfang Juni sei klar, ob das Geld aus dem Fonds reichen werde. (afp)

20:41
Mit Schwarz/Gelb kämen wir von dem Regen in die Traufe.
18:28
Wann sind die Gesundheitsreformen der Ulla Schmidt endlich abgeschlossen? Nie, solange diese Frau so weitermacht wie bisher. Schickt sie in die Wüste. Ihr Konzept ist einfach nicht aufgegangen.
Sie zieht den Versicherten immer mehr Geld aus der Tasche.
17:40
Der Ulla alles anzulasten, ist nicht allzu korrekt.
Es gibt auch das Problem, dass die Kassen mit Patienten belastet werden, die nichts selbst mangels Masse einzahlen können, und der Staat nur geringfügig sich daran beteiligt.
15:48
@ #26 von gerd44031,
Zitat: Es gibt nur einen Weg diesen Wahnsinn zu beenden, Die SPD darf nicht mehr mit in die Regierung, denn ............... Am besten wäre schwarz / gelb.
Also dass die SPD nicht mehr regieren kann und darf, da bin ich der gleichen Meinung. Und ich habe die deshalb schon die letzten beiden Male abgewählt.
Die müssen erst wieder mal lernen, was Politik im Sinne der breiten Masse des Volkes und nicht für eine gutsituierte Minderheit bedeutet.
Nur dass wir mit schwarz/gelb besser dastehen, da habe ich auch so meine erheblichen Zweifel. Zwar benutzt die FDP den verhängnisvollen Slogan wir sind die Partei der Besserverdienenden aus gutem Grund nicht mehr, nichtsdestoweniger hat sich an der diesbezüglichen Grundeinstellung dieser Partei nicht wirklich was geändert. Die sprachen damals schon von mehr Eigenverantwortung und meinten, weg von den solidarisch finanzierten Sozialsystemen und hin zur Methode, lasst die Kleinen mal alles gefälligst selbst bezahlen. Und die Masche mit Steuern runter und einfacheres Steuersystem sind doch nichts als Bauernfängerei um jene, die es einfach nie kapieren wollen.
Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie sich das alles anhört, wenn die erst mal wieder an der Regierung beteiligt sind.
Die FDP profitiert derzeit doch nur von der Unfähigkeit der großen Koaltion.
10:16
ist es nicht letztendlich gleich wie der,oder die da oben heisst,ob ulla oder tusnelda?geschröpft werden wir so oder so.
09:09
@ #35 von nala
na dann warte mal auf deren Nachschlag.....
09:07
Werden die betroffenen bis zur Wahl wieder vergessen haben......wo die Beiträge doch gesenkt wurden......Untertanen wie lange lasst ihr euch die Verarsche der Verschwörer noch bieten?
08:26
Schweinepestseidank wird sich dieses Thema in absehbarer Zeit relativieren...
07:27
Die Aufenthalte in Davos sind halt teuer. Es zahlt doch sicherlich jeder gerne in des Ärzteerholungswerk ein.
07:14
Ich finde das gut wenn weiter die Beiträge angehoben werden. Das Bestätigt mich nur in meiner Entscheidung in die Private gewechselt zu haben.
ALle Untersuchungen und Medis, Ledercouch, umsonst Kaffee und keine Wartezeiten mehr.