Krankenkassen könnten Versicherten Beiträge zurückzahlen
13.02.2012 | 07:43 Uhr 2012-02-13T07:43:11+0100
Hamburg. Rund sieben Millionen gesetzlich Versicherte könnten davon profitieren, dass die Krankenkassen über große Überschüsse verfügen. Einem Medienbericht zufolge können 30 Kassen ihren Mitgliedern Beiträge zurückzahlen. Bundesgesundheitsminister Bahr hatte genau das von den Kassen erst am Samstag gefordert.
Die gesetzlichen Krankenkassen verfügen derzeit laut einem Medienbericht über hohe Millionenbeträge, die sie ihren Versicherten auszahlen könnten. Insgesamt etwa 30 Kassen hätten ausreichende Überschüsse, um ihren Mitgliedern gezahlte Beiträge zurückzuzahlen, berichtete die in Hamburg erscheinende Tageszeitung "Financial Times Deutschland" am Montag unter Berufung auf Kreise der Bundesregierung. Davon könnten den Angaben zufolge rund sieben Millionen gesetzlich Versicherte profitieren.
Am Samstag hatte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) die Krankenkassen aufgefordert, überschüssige Beitragszahlungen zu erstatten. Auch er sprach von Millionen Versicherten, die profitieren könnten, und ermahnte die Kassen zudem, die gesetzlich vorgesehene Auszahlung von Prämien als Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten zu betrachten.
Eine generelle Beitragssenkung hatte der Minister wiederholt ausgeschlossen. (afp)

19:22
Wenn Geld erst einmal in fremden Klauen ist, auch wenn es den Beitragszahlern rechtlich gehört, gibt man nichts zurück. Das ist unser Deutschland heute! Blamabel.
13:48
Sie könnten aber auch den Leistungskatalog wieder herstellen.
Und die Kürzungen der vergangenen Jahrzehnte zurücknehmen.
Wenn die Privatversicherer dann nicht mehr mithalten können,
dann trifft das nur die, die wegen der FDP Rabatte in diese eingetreten sind.
Das tangiert mich nicht.
Genau das, nämlich Teile dessen, was früher mal von den Kassen bezahlt wurde, wieder übernehmen, _dürfen_ sie nicht.
Ebensowenig wie die Beiträge senken, um sich als günstig zu profilieren.
Oder die paritätische Beitragstragung (1/2 Arbeitnehmer, 1/2 Arbeitgeber) wiederherstellen.
Die Beitagshöhe regelt seit ein paar Jahren die Regierung per Verordnung. Sie ist für alle Kassen gleich.
Die Beitragsverteilung wurde ebenfalls von der Regierung festgeschrieben (Höchstgrenze für Arbeitgeberanteil).
Den Leistungskatalog regelt das SGB und der ganze Kram der da dran hängt.
Davon, dass Sterbegeld wieder gezahlt würde, Kuren öfter oder länger übernommen würden, Sehhilfen - zumindest für Kinder, Krankenhauskosten, Medikamente, Heil- und Hilfsmittel ohne Eigenanteil übernommen würden - von all dem können die Versicherten nur träumen.
Die derzeitigen Gesetze - also die von der Regierung getroffenen Regeln - lassen es nicht zu, die Krankenkassen selbst haben keine Möglichkeit. Nicht unwahrscheinlich, dass einige Kassen einiges davon vielleicht sogar in Erwägung ziehen würden, schließlich stünde man dann wieder mit "Leistungen" im Wettkampf mit der Konkurrenz.
Dieser Wettkampf wurde vom Gesetzgeber abgeschafft, der Leistungskatalog zusammengestrichen. Wer davon profitieren _sollte_, dürfte klar sein: die Privaten. Die dürfen all das weiterhin anbieten. Leider sind sie aber wohl weniger wirtschaftlich als die Gesetzlichen: Immer mehr privat Versicherte wollen zurück, können die steigenden Prämien dort nicht mehr zahlen.
Die Forderung müsste also an den Gesetzgeber gehen: Mehr Souveränität für die gesetzlichen Krankenkassen in Sachen Leistungskatalog, Beitragshöhe usw. Und nicht zuletzt: Wiederherstellen der paritätischen Beitragstragung!
06:28
In irgendeinen Beitrag habe ich gestern gehört es würden so um die 63 € für jedes Mitglied der Krankenkassen zur Auszahlung kommen. Ist doch für manchen viel Geld und so manch einer, könnte es ja auch gut gebrauchen. Ein Vorstandsmitglied der AOK, ich meine er heißt Jacobs hat in der gleichen Sendung gesagt,die Auszahlung wäre mit zu viel Bürokratischen Aufwand verbunden, das müsste auch bezahlt werden und zwar vom Versicherten dann käme eh nicht mehr viel dabei rum, also zahlen sie nicht aus.
19:06
"könnten zurückzahlen"!? So ein Quatsch. Ich könnte morgen im Lotto gewinnen!? Was soll man mit solchen Headlines?
16:52
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass alle paar Wochen gegenteilige Meldungen kommen. Mal sind se pleite, dann haben se Überschüsse, dann sind se wieder pleite, Überschüsse, pleite, etc. pp
Behaltet das Geld ruhig für schlechte Zeiten, ob ich jetz 10€ mehr oder weniger in der Tasche habe is völlig wurscht.
16:21
Laut WDR Nachrichten denken die Kassen nicht an Rückzahlung. Sie wollen lieber für schlechtere ( ?! ) Zeiten die Überschüsse bunkern. Das finde ich indiskutabel, das Geld gehört den Beitragszahlern.
10:58
Nein wieso denn an die Versicherten, die Vorstände brauchen doch Gehaltserhöhungen, die haben doch tolle Arbeit geleistet und ihr eigenes Volk abgezockt. In was für einem Bananenland lebe ich eigentlich und was für raffgierige Ar.......cher haben wie eigentlich in den Vorständen!
10:31
Als Bahr zur Welt kam,
kam er sicher in einem von Gesetzlichen Krankenversicherten Beiträgen finanzierten Krankenhaus zur Welt.
Seine Mama und Papa, wie auch alle Angehörigen trugen Brillen, die noch von der Gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt wurden.
Seine Omas und Opas trugen Zahnersatz, der noch von den Gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt wurden.
Er und seine Angehörigen brauchten noch nicht 10 Euro Quartalsgebühr oder Krankenkaustagegeld bezahlen,
und die Ärzte und Krankenschwestern waren noch nicht Outgessourced - und auch nach dem Outsourcing wierde abermals verbilligt- Zurückgesourced.
Offenbar zahlen die Pflichtversicherten und deren Arbeitgeber so vile Beitäge,
dass man die KÜRZUNGEN in der Versorgung wieder ZURÜCKNEHMEN kann.
Offenbar will BAHR aber eine unnötige und widerwärtige weitere Entlastung der Kanzerne einleiten.
Das FDP Mitglieder in ihren Privaten Krankenkassen davon nicht profitieren können ist mir Sch.. - Egal.
09:59
Bahr hat auch richtig gesagt, dass Krankenkassen keine Sparkassen sind. Drei Milliarden Euro Rücklagen sind gesetzlich vorgeschrieben. Im " Pott" sind aber das Vielfache ( nach Meldungen 16 Mrd. Euro ) an Beiträgen. Also raus mit der Kohle an die Versicherten.