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Konzernumbau geht weiter

20.06.2007 | 09:01 Uhr

Essen. KarstadtQuelle-Chef Thomas Middelhoff nimmt sich die Touristik-Sparte zum Vorbild für die Zukunft der Karstadt-Warenhäuser. Das könnte das Ende des Handelskonzerns bedeuten.

Er erwäge, die Kaufhäuser mit einem Rivalen zu verschmelzen und sie dann in spätestens 18 Monaten an die Börse zu bringen, sagte Middelhoff. "Was wir mit Thomas Cook gemacht haben, könnten wir leicht auch mit den Warenhäusern tun. Ich glaube, im Warenhausgeschäft wird das Gleiche passieren" - bevor er den Essener Konzern Ende 2008 verlasse. Im Februar hatte die Reisetochter Thomas Cook den britischen Konkurrenten MyTravel geschluckt. Vorgestern gab das fusionierte Unternehmen dann als Thomas Cook Group in London sein Börsendebüt. Setzt Middelhoff seine Pläne für die Kaufhäuser um, bliebe vom Essener Traditionskonzern praktisch nichts übrig. Auch die Versandtochter Neckermann.de soll an die Börse. Von den Immobilien der Warenhaussparte und kleineren Kaufhäusern hat sich Middelhoff schon bei der Sanierung von KarstadtQuelle getrennt.

#14Auf dem Prüfstand bleiben 27 deutsche Karstadt-Häuser, darunter das in Recklinghausen. Bis Ende März 2008 fällt laut einem Sprecher die Entscheidung über den Verbleib der Warenhäuser im Unternehmen. Bereits Ende 2005 hatte KarstadtQuelle 74 kleine Warenhäuser an britische Investoren verkauft. Die ehemaligen Karstadt-Häuser firmieren nun unter Hertie.

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