Kommunale Klinikärzte wollen in Warnstreik treten
21.02.2013 | 19:19 Uhr 2013-02-21T19:19:46+0100
Düsseldorf. Mediziner an kommunalen Krankenhäusern sind für Freitag zum Warnstreik aufgerufen. In einigen Kliniken könnte der Arbeitskampf dazu führen, dass nur ein Notdienst angeboten werde, teilte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund mit. Die Ärzte fordern ein Gehaltsplus von sechs Prozent.
Die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern sind für Freitag zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Zudem sollten Mediziner aus allen Bundesländern außer Berlin und Hamburg zu einer zentralen Demonstration am Rande der Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände in Düsseldorf zusammenkommen, wie die Ärztegewerkschaft Marburger Bund am Donnerstag mitteilte.
In einigen Kliniken könnte der Arbeitskampf dazu führen, dass nur ein Notdienst angeboten werde. Die Tarifverhandlungen für die rund 50.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern gehen in Düsseldorf (11 Uhr) in die inzwischen vierte Runde.
Der Marburger Bund fordert ein Gehaltsplus von sechs Prozent. Zudem soll die Arbeitsbelastung der Ärzte gesenkt und eine praxisgerechte Regelung zur Einhaltung der vereinbarten Arbeitszeiten durchgesetzt werden. Die Arbeitgeber hatten in der dritten Tarifrunde unter anderem Gehaltssteigerungen von zwei Prozent angeboten. Die Ärztegewerkschaft lehnte die Offerte ab. (dapd)

07:39
Die Realität ist schon, dass viele Ärzte ins Ausland oder andere Berufssparten jenseits des Krankenhauses abwandern, weil die Arbeitsbedingungen für Ärzte in Krankenhäusern immer noch nicht angemessen sind. Insbesondere die Dienstsysteme und Überstundenregelungen bedürfen einer wesentlichen Verbesserung. Wenn Sie das gerne weiterhin so haben wollen, dann dürfen Sie sich auch nicht beschwehren, wenn es in Zunkunft in den Kliniken neben dem Personalmangel auch nur Ärzte aus Osteuropäischen und Südlichen Ländern gibt, die oft mit erheblich Sprachbarrieren zu kämpfen haben, weil gerade internistische Abteilungen etc. zu diesen Arbeitsbedingungen kein Personal im eigenen Land mehr finden. Dann aber bitte nicht über die schlechte Versorgung jammern...
Bei den Streiks geht es tendeziell nicht nur ums Geld, sondern mehr um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen...denn die sind immer noch alles andere als optimal!
22:17
Mittlerweile kann man den Kalender danach stellen, wann wieder einmal Ärzte um noch mehr Geld streiken. Wer sich informieren will, der kann einmal hier schauen, was diese "armen" Ärzte im Vergleich zu anderen Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst "verdienen". Darunter ebenfalls Akademiker mit viel Verantwortung.
http://oeffentlicher-dienst.info/aerzte/kommunal/
Ich bin der Meinung, dass jeder Arzt, der gerne ins Ausland gehen möchte, weil er glaubt, dort noch mehr Geld zu verdienen, auch gerne ins Ausland verziehen kann. Da sollte man ihm keine Steine in den Weg legen. Wenn er aber wiederkommt, weil man doch mittlerweile keine nimmersatten deutsche Ärzte sehen will, kann er gerne einen anderen Job übernehmen.
21:59
Wer, wie im Klinikum Niederberg in Velbert Angestellte im Verwaltungsbereich mit Firmenwagen und AT-Gehälter ausstattet, der sollte auch Geld für die Lohnerhöhung der Ärzte haben.
21:25
die " armen ärzte " müssen schon wieder für mehr geld streiken. lieber sollte mal das pflegepersonal streiken damit sie wenigstens die gleichen lohnerhöhungen erhalten wie die ärzte. diese sind ja soooooo überlastet das sie aufgaben an das pflegepersonal abgeben müssen. ws wäre nett wenn mal ein ganzes krankenhaus dichtgemacht werden müsste weil da keiner mehr arbeiten will für die hungerlöhne.