Kik soll die Bonität der Mitarbeiter ausgespäht haben
25.09.2009 | 23:33 Uhr 2009-09-25T23:33:00+0200
Bönen. In den vergangenen eineinhalb Jahren soll der Textildiscounter Kik einem Medienbericht zufolge rund 49.000 Bonitätsauskünfte über Mitarbeiter eingeholt haben. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt seit Monaten gegen Kik wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz.
Der Textildiscounter Kik soll einem Bericht zufolge in den vergangenen eineinhalb Jahren rund 49.000 Bonitätsauskünfte über Mitarbeiter eingeholt haben. Das berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Freitag unter Berufung auf ihm vorliegende Unterlagen. So heiße es in einem internen Schreiben, mit dem Datenabgleich könne Kik «jeden aktiven Mitarbeiter abfragen und somit auch bei langjährigen Mitarbeitern eventuelle negative Merkmale herausfinden».
Schwebendes Verfahren
Eine Kik-Sprecherin sagte auf AP-Anfrage, man befinde sich derzeit in einem schwebenden Verfahren und werde den Bericht nicht kommentieren. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt seit Monaten gegen das Unternehmen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz. Auslöser war eine Anzeige der nordrhein-westfälischen Datenschutzbeauftragten. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte am Freitag, die Ermittlungen liefen nach wie vor. Nähere Angaben machte sie nicht.
Auch die Qualität der Produkte mache dem Textildiscounter Probleme, hieß es in dem Bericht weiter. Erst im August seien etwa Damen-Jeans wegen chemischer Belastung auf der Rapex-Liste - einer Art Schnellwarnsystem der EU - gelandet. Das Unternehmen wollte auch diesen Punkt zunächst nicht kommentieren. (ap)

16:27
Vorbildlich, wie sich die Firma um ihre Mitarbeiter kümmert. Aber höhere Löhne zu zahlen wäre einfacher, dann hätten sie auch nicht mehr das Ansehen eines Ausbeuterbetriebes.....
16:26
bonitästprüfungen finden doch nicht erst seit 1 1/2 Jahren statt. das ist alles ein alter hut. jede bereichsleitung und filialleitung, die schon lange dabei sind wissen das. und auch für verdi dürfte das doch nichts neues sein.
08:43
Ist doch eigentlich super: die Kunden und Verkäufer, die bei KiK (ver-) kaufen, bestrafen sich selber.
Stichwort: Benzopyrene, Benzole,giftige Weichmacher,...., viel Spaß auf der Krebsstation.
19:34
Was mir gar nicht in den Kopf will, sind
1. Bonitätsprüfungen gehen doch nur über Banken = Schufa. Für Abfragen bei der Schufa müssen doch normalerweise die Zustimmungen der Betroffenen vorliegen.
2. das da wieder eine Firma, ein Subunternehmer eingeschaltet wurde. Wenn es schief geht, dann hat der Subunternehmer die Lasten zu tragen.
Mit der Subunternehmerpraxis hat sich so eine Pauschalentschuldigung in Deutschland eingeschlichen. Es müsste in allen Fällen die Fima, die den Hauptauftrag hat, volle Verantwortung tragen. Sie kann sich ja an dem Subunternehmer schadlos halten.
19:11
kick & kack
Werden die Kunden genau so schweinisch
behandelt ? Danke dann kaufe ich in Zukunft
lieber wo anders.
17:28
Moderne Sklaverei beenden!
Arbeitsstress, Überwachung und ungeregelte Arbeitszeiten bestimmen den Alltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Discountern wie KiK. Und die Geschäftsführung verweigert die Gründung von Betriebsräten. Das widerspricht der Deklaration der Vereinten Nationen, nach der jeder das Recht besitzt, Interessenvertretungen zu bilden.
Um dies durchzusetzen, braucht es aber mehr Druck aus der Politik auf die Einzelhandelsunternehmen. Billig-Unternehmen sollten beispielsweise keine öffentliche Förderung oder Kredite mehr erhalten, wenn sie Grundrechte von Beschäftigten unterdrücken und die Wahl von Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern verhindern.
Das aggressive Auftreten der Discounter betrifft die gesamte Gesellschaft. Traditionelle Einzelhandelsstrukturen und qualifizierte Arbeitsplätze werden zerstört, Beratung und Produktqualität leiden. Die Kosten der billigen Preise tragen deshalb auch die Kundinnen und Kunden.
12:08
Bei Schlecker ist es doch so, dass die Firma einen gewissen Schwund toleriert, weil sie genau wissen, dass die Löhne in Relation zu den tatsächlich geleisteten Monatsstunden viel zu niedrig sind - normaler Schwund als Lohnersatz.
Nur wenn die Inventurdifferenzen zugross werden, dann kommen Emil u. die Detektive, denn ausplündern lassen kann man sich ja nicht.
Bei Kik sind die Nettolöhne noch niedriger als bei Schlecker, vodaher müssen die auch mit mehr Schwund kalkulieren, u. es gibt ja immer noch die Filialleiterinnen, die den Laden im Griff haben sollten !
Aber es gibt bei kik doch nur jeweils 1 Filialleiterin, die haben so um die 1500 Läden, warum bespitzeln sie über 40000 Personen, wirklich STASI 02 - die Fa. göhrt rasiert !
11:01
Wenn CDU und FDP regieren werden alle nur noch in Läden wie Kik kaufen können.
08:36
Man muiss doch wissen wo was zu holen ist....!
00:13
Die FDP will ja auch nur noch Lohnsklaven, wenn man ihr Wahlprogramm durchließt. Es wird noch schlimmer werden und die Frau Merkel schaut weg.