Keine weitere Beschäftigungsgarantie bei Energiekonzern RWE

Für Mitarbeiter, deren Stellen wegfallen, gründet RWE im kommenden Jahr die interne Jobbörse "Switch". Wer zu "Switch" wechselt, soll einen weitreichenden Arbeitsschutz bis 2018 genießen.
Für Mitarbeiter, deren Stellen wegfallen, gründet RWE im kommenden Jahr die interne Jobbörse "Switch". Wer zu "Switch" wechselt, soll einen weitreichenden Arbeitsschutz bis 2018 genießen.
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Was wir bereits wissen
Die bisherige Beschäftigungssicherung beim Essener Energiekonzern RWE läuft zum Jahresende aus. Eine Verlängerung der Jobgarantie wird es nicht geben.

Essen.. Beim kriselnden Energiekonzern RWE gibt es keine definitive Beschäftigungsgarantie mehr. Die Mitarbeiter bekommen aber weitreichende Zusagen für ihre Arbeitsplätze bis Ende 2018.

Bei den Gehältern stimmten die Gewerkschaften angesichts der eingebrochenen Unternehmensgewinne einer nur maßvollen Erhöhung zu: Die Gehälter steigen in den nächsten zwei Jahren bis Ende 2016 nur einmal ab Juli 2015 um 2,3 Prozent, hinzu kommt eine Einmalzahlung von 1200 Euro im Januar 2015. Das beschlossen RWE und die Gewerkschaften Verdi und IG BCE am Montag. Die Tarifkommissionen beider Gewerkschaften stimmten dem Ergebnis zu.

Rund 21.000 Tarifbeschäftigte und Auszubildende betroffen

Der Konzern gründet im neuen Jahr für Mitarbeiter, deren Stellen wegfallen, eine interne Jobbörse "Switch". Wer zu "Switch" wechselt, genieße "weitreichenden arbeitsrechtlichen Schutz bis Ende 2018", teilte die IG BCE mit. Mitarbeiter würden umfangreich fortgebildet und qualifiziert. Ziel seien die Vermittlung auf neue Stellen, erklärte Arbeitsdirektor Uwe Tigges laut Mitteilung. Wer zwei Mal zumutbare Arbeitsplatzangebote ablehne, sei aber kündbar. Tigges sprach von einem "verantwortungsvollen Gesamtpaket". Er fügte hinzu: "Wir fordern unsere Mitarbeiter, aber sichern sie zugleich ab."

RWE Betroffen sind rund 21.000 Tarifbeschäftigte und Auszubildende. RWE hat konzernweit im ablaufenden Jahr bereits erheblich Stellen abgebaut: Der Bestand sank von knapp 65.000 Ende 2013 auf 60.400 Ende dieses Jahres. (dpa)