Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Luftverkehr

Keine Lufthansa-Streiks über Ostern - aber auch noch keine Einigung

23.03.2013 | 14:39 Uhr
Funktionen
Keine Lufthansa-Streiks über Ostern - aber auch noch keine Einigung
Im Tarifstreit bei der Lufthansa hat es noch keine Einigung gegeben. Über Ostern will die Gewerkschaft Verdi aber aus Rücksicht auf die Reisenden auf Streiks verzichten.Foto: dpa

Frankfurt/Main.  Die Gewerkschaft kämpft zwar weiterhin mit Warnstreiks und am Verhandlungstisch gegen den strikten Sparkurs der Lufthansa. An Ostern legen die Mitarbeiter beim Kämpfen allerdings eine Pause ein - sie wollen es sich nicht mit den Urlaubern verscherzen.

Trotz weiterhin ergebnisloser Tarifverhandlungen verzichtet die Gewerkschaft Verdi über die Osterfeiertage auf erneute Warnstreiks bei der Lufthansa. Man wolle die Ferienreisenden nicht in Mitleidenschaft ziehen, sagte eine Sprecherin, nachdem am Freitag die Verhandlungen für 33.000 Beschäftigte auf den 17. April vertagt worden waren. Man behalte sich Aktionen aber weiterhin vor. Am Donnerstag hatte die Lufthansa wegen eines ersten Warnstreiks knapp 700 Flüge vorsorglich abgesagt.

In den Verhandlungen habe das Unternehmen zunächst kein Angebot vorgelegt und auch seine Gegenforderungen nicht zurückgenommen, berichtete die Verdi-Sprecherin. Ein Angebot sei für die nächste Verhandlungsrunde angekündigt worden. Bislang sei vor allem über Möglichkeiten der Beschäftigungssicherung gesprochen worden.

Gewerkschaft Verdi fordert 5,2 Prozent mehr Geld

Verdi fordert für die 33.000 Mitarbeiter 5,2 Prozent mehr Geld und wirksamen Kündigungsschutz im Rahmen des Sparprogramms "Score", das den Abbau von 3500 Arbeitsplätzen vorsieht. Von der Lufthansa verlangt die Gewerkschaft, ihre Gegenforderungen nach Mehrarbeit, Nullrunden und Aussetzung der Aufstiegsregeln fallen zu lassen. Lufthansa hatte bislang von den Arbeitnehmern Nullrunden und längere Arbeitszeiten angemahnt, äußert sich aber nicht zu laufenden Tarifverhandlungen.

In der vergangenen Woche hatte die Gewerkschaft vor der zweiten Verhandlungsrunde den Druck verschärft: Mit einem Warnstreik hatten tausende Lufthanseaten vor allem von Frankfurt/Main und Hamburg aus große Teile des deutschen Luftverkehrs lahmgelegt. Das Ziel: ein unmissverständlicher Warnschuss vor den Tarifgesprächen. Das Lufthansa-Management müsse seine Sparvorgaben zurücknehmen, hatte Verdi-Chef Frank Bsirske gefordert. (dpa)

Kommentare
23.03.2013
18:20
Keine Lufthansa-Streiks über Ostern - aber auch noch keine Einigung
von MalNachgedacht | #2

@1: Das Beste ist, dass es "uns" erstmal gar nix angeht, ob irgendwelche Streiks gerechtfertigt sind doer nicht.

Wir arbeiten dort nicht.

23.03.2013
16:16
Keine Lufthansa-Streiks über Ostern - aber auch noch keine Einigung
von Shy_Eye | #1

Wie viel verdienen diese Leute denn? Wir haben gar keine Einsicht in deren Gehälter und können somit auch nicht entscheiden, ob dieser Streik gerechtfertigt ist! So langsam kann ich gar nicht mehr sagen "dass ich es ok finde" denn ich möchte erst mal wissen wie hoch die bisherigen Löhne/Gehälter sind. Ich bin FÜR eine gerechte Entlohnung, aber irgendwann ist auch mal gut!

Aus dem Ressort
Fast alle Absolventen der Revier-Unis finden gute Jobs
Arbeitsmarkt
Absolventen der Hochschulen und Universitäten im Ruhrgebiet sind bei Arbeitgebern begehrt. Sie erhalten zum Großteil gute Einstiegsgehälter.
Duisburg wartet weiter auf Genehmigung für Möbelhaus Höffner
Handel
In Neuss eröffnet Höffner sein neues Möbelhaus. In Duisburg wartet man noch auf das Okay der Bezirksregierung und den Baustart von Investor Krieger.
Dortmund erhält Zuschlag für Sparkassen-Akademie NRW
Sparkassen-Akademie
Viele Städte haben um den neuen Sitz der Sparkassen-Akademie NRW geworben. Jetzt hat Dortmund mit einem Standort am Phoenixsee den Zuschlag erhalten.
Köpi wird ab der Saison 2015/16 neuer Bierpartner des HSV
Sponsoring
Der HSV und die Holsten Brauerei gehen am Ende der Saison nach 75 Jahren getrennte Wege. Neuer Bier-Partner des Bundesligisten wird König Pilsener.
Bankkunden können unzulässige Kreditgebühren zurückfordern
Bankgebühren
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Gebühren beim Abschluss von Krediten oft unzulässig sind. Wer betroffen ist, sollte schnell handeln.