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Datenschutz

Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben

13.05.2009 | 13:41 Uhr
Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben

Bonn. Mindestens zwei deutsche Krankenkassen sollen nach Medienberichten untereinander Patientendaten weitergegeben haben. Dabei ging es um Krankheiten und körperliche Mängel. Der Bundesdatenbeauftratgte Peter Schaar soll Anzeige gegen die Datensünder erstattet haben.

Bei den gesetzlichen Krankenkassen bahnt sich einem Zeitungsbericht zufolge ein neuer Datenschutz-Skandal mit Patientendaten an. Wie die «Bild"-Zeitung vom Mittwoch berichtet, sollen in mindestens zwei Fällen Krankenkassen dem Sozialgeheimnis unterliegende Versichertendaten an eine Privatversicherung verkauft haben, damit diese gezielte Zusatzversicherungen anbieten kann. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, befürchtet dem Blatt zufolge, dass das auch bei anderen Krankenkassen üblich ist.

Schaar hat Anzeige erstattet

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"Bild» zufolge wurden die Verstöße bei Kontrollen Schaars bei zwei Krankenkassen festgestellt. In beiden Fällen habe Schaar Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaften Oldenburg und Aurich ermittelten deshalb gegen die IKK Weser-Ems, hieß es weiter. Schaar zufolge habe die Privatversicherung mit Hilfe der Daten Kunden angerufen und ihnen dabei den Eindruck vermittelt, dass sie im Auftrag ihrer gesetzlichen Kasse Zusatzversicherungen anbiete. Dabei sollen die Mitarbeiter der Privatversicherung auch Gesundheitsdaten der Angerufenen wie «Krebs/darmkrank», «keine Zähne» erhoben und in Listen gespeichert haben.

Schaar sieht in dem Verhalten der Kassen einen strafbaren Verstoß gegen den Datenschutz, da die Kassen die Daten gegen Bezahlung weitergegeben haben. Der Zeitung sagte er: «Die Krankenkassen hätten Daten, die dem Sozialgeheimnis unterliegen, nicht ohne Einwilligung der Versicherten weitergeben dürfen.» Er gehe davon aus, dass es sich bei betroffenen Krankenkassen nicht um Einzelfälle handle: «Ich fürchte, dass auch andere gesetzliche Krankenkassen ähnlich mit Privatversicherungen zusammenarbeiten.» (afp)

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Kommentare
14.05.2009
10:55
Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben
von sklever | #10

Wer sich darüber aufregt, lebt in einer Scheinwelt.

Wirklichen Datenschutz gab es nie und gibt es nicht. Und übler wird es in Verbindung mit der Gesundheitskasse.
Wer nun hier der irrigen Annahme ist, daß es nur um Zusatzversicherung geht, der träumt. Letztlich ist die Info einer Erkrankung, ein Superargument einer vorvertraglichen Anzeigenpflichtverletzung des Versicherten, um sich von Geldleistungen frei zuhalten( Zusatzkrankenversicherung) oder eine Versicherung abzulehnen. ( Risikoversicherung)

13.05.2009
19:30
Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben
von Elektrosteiger | #9

Na ja, irgendwie müssen doch de armen Krankassen und die noch ärmeren Krankenkassenvorstände zu Geld kommen...

Zu gut Deutsch: ABZOCKEREI....

13.05.2009
15:12
Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben
von Allora | #8

Ross und Reiter wird hier leider selten genannt.
Ich wüsste auch gerne, wen sie erwischt haben.
Die Praxis der Datenweitergabe ist aber mit Sicherheit verbreitet. Wer außer den Kassen weiß, was der Arzt diagnostiziert hat?
Warum eigentlich nicht eine Einheitskasse?
Wettbewerb gibts bei den gesetzlichen sowieso nicht, sparen wir uns also die ganzen Vorstände, stampfen Werbeaktionen und Fernsehreklame ein und das Gesundheitsystem hat wieder ein paar Milliönchen, die Ullalla für sinnlosen Mist verbraten kann.
Auf Kosten von Ärzten, die sich fragen,ob für die Behandlung eines kranken Menschen wirklich deutlich weniger (50-90%) bezahlt werden soll, als für die Behandlung eines kranken Tieres...
Auf Kosten von Patienten, die überhöhte Kassenbeiträge + Praxisgebühr bezahlen müssen und sich dann beim Arzt schuldig fühlen, das sie nur Kassenpatienten sind.

Wer räumt den Saustall im Gesundheitsministerium endlich auf, bevor wir wieder ein Reförmchen auf unsere Schultern gedrückt bekommen?
Ich bin`s leid !!

Wahltag ist Zahltag

13.05.2009
13:29
Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben
von nic | #7

nennen sie doch bitte die kassen.
dann haben wir wenigstens zwei weniger!!

13.05.2009
13:18
Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben
von loveletter | #6

Die Datensammelwut auf allen Ebenen hat neben dem Sinn von Erfassung, einen sehr viel weiter gehenden Sinn. Hier bedient sich jeder, der damit etwas anfangen kann und dazu gehören auch die Pharmakonzerne, die Privatversicherungen etc. Der gläserne Bürger a la Orwell ist längst Realität geworden. Schäuble & Co. wird es freuen!

13.05.2009
11:44
Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben
von K.B. | #5

@4 Was heisst Wahlboykott? Demokratie lebt nun einmal davon. Abgesehen muss man ja auch sagen, die Mehrheit des Volkes muss ja diese Politik immer unterstützen, sonst bekämen diese Parteien ja nicht so viel. Im Übrigen, es hindert Sie niemand daran, in die Politik zu gehen und selbst Stimmen zu sammeln.

@2 Tja, wie heisst es so schön: Gute Menschen kommen in den Himmel, böse überall hin (Frei nach Ute Erhardt)

13.05.2009
10:48
Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben
von angel | #4

Auch ein Werk von Fr. Schmidt, alle machen was sie wollen in diesem Land und die korrupten Politiker schauen zu! Wahlboykott sage ich nur!!!!!

13.05.2009
09:22
Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben
von renegade | #3

Auf so einen Bericht habe ich nur gewartet.
Warum wundert mich in diesem Land nichts mehr?
Böse Schlechtigkeiten wo man hinschaut.
Da wird es langsam anstrengend, ein Guter zu sein.

13.05.2009
08:57
Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben
von Ritman | #2

ein Land das wie seine Politiker ist korrupt. Kleiner Mann wach auf.

13.05.2009
08:13
Kassen sollen Patienten-Daten verkauft haben
von Eistee | #1

Sind die schon soooo arm, dass sie auf so eine perverse Weise an noch mehr Kohle kommen wollen?

Ich krieg langsam echt Hasskicks auf dieses ganze System namens Deutschland ....

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