Karstadt plant Umzug bis Ende 2016

Essen..  Der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt sucht eine neue Firmenzentrale. Wo, ist offen. In der Mitteilung an die Belegschaft heißt es dazu, bei der Standortsuche wolle man den „Bedürfnissen der Mitarbeiter und Besucher von der Erreichbarkeit her“ Rechnung tragen. Dazu wurde analysiert, von wo die Karstadt-Beschäftigten täglich zur Arbeit fahren.

Wie aus dem Unternehmensumfeld verlautete, fühlt sich Karstadt offenbar nicht mehr an den Traditionsstandort Essen gebunden. „Wir suchen ergebnisoffen“, heißt es. Die Zentrale in Essen-Bredeney, die Ende der 60er-Jahre für den damals größten deutschen Handelskonzern gebaut wurde, ist längst zu groß zu geworden. Von Essen aus steuerte Karstadt in den vergangenen Jahrzehnten eine Fülle von Tochterunternehmen wie Neckermann, Quelle, Kepa, Hertie und andere, die inzwischen vom Markt verschwunden sind oder nicht mehr zum Konzern gehören. Die dritte Etage des Gebäudes steht komplett leer. Im Zuge der Sanierung des Unternehmens, das rote Zahlen schreibt, sollen überdies mehrere Hundert Stellen in der Zentrale abgebaut werden.