Kampagne für NRW am Bosporus
01.06.2009 | 09:49 Uhr 2009-06-01T09:49:00+0200
Istanbul. Christa Thoben (CDU) wirbt in Instanbul. Und zwar für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Denn NRW und die Türkei können "gut aneinander verdienen", wie ein deutsch-türkischer Geschäftsmann aus Duisburg glaubt. Und mit ihm die Landeswirtschaftsministerin.
Als Cemalettin Sarar, Vorstandchef des 1944 in der Türkei gegründeten Bekleidungsherstellers Sarar Giyim Tekstil, vor neun Jahren seine Europazentrale in Düsseldorf eröffnete, ging für ihn „ein Traum in Erfüllung”. Von Nordrhein-Westfalen aus wollte der Unternehmer „die Welt erobern”. Offenbar nicht ohne Erfolg: Mittlerweile betreibt Sarar 50 Geschäfte in Europa, weltweit sind es sogar 100. Der umtriebige Geschäftsmann glaubt zu wissen, bei wem er sich für seine lukrative Expansion zu bedanken hat. „Wir lieben die Deutschen, die Nordrhein-Westfalen”, rief er NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben bei deren Besuch in Istanbul zu.
NRW-Repräsentanz am Bosporus
Den meisten Türken, berichtete der Präsident der türkisch-deutschen Industrie- und Handelskammer, Rainhardt Freiherr von Leoprechting, ist das Land zwar durchaus ein Begriff. Aber bei der Frage nach Details über den Wirtschaftsstandort NRW gebe es „meist große Wissenslücken”. Das darf nicht so bleiben, entschied Thoben und setzte Leute der „NRW.invest” in Marsch: NRW will die Zweifler und Unwissenden am Bosporus mit Hilfe der 2008 in China gestarteten Kampagne „We love the new” (Wir lieben das Neue) überzeugen und anlocken.
Teil der Werbeoffensive sind eine Internetseite in türkischer Sprache und eine Anzeigenserie, in der NRW-Bürger die Innovationsfreude und Gastfreundschaft ihrer Heimat anpreisen. „NRW.invest” eröffnete eine Repräsentanz in Istanbul. Großunternehmen und Mittelständler wie Bayer, RWE, Metro, Aunde und Oschatz wollen von ihren türkischen Niederlassungen aus offensiver ihre Geschäftspartner von den Vorzügen Nordrhein-Westfalens berichten.
"Können gut aneinander verdienen"
In NRW leben rund 920 000 türkische Migranten. Hier gibt es etwa 24 000 Unternehmen türkischer Migranten mit 120 000 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von zehn Milliarden Euro. Umgekehrt haben NRW-Firmen seit 2003 jährlich eine Milliarde Euro in der Türkei investiert. Aber da geht noch mehr, meint nicht nur der Chef der Duisburger Logistikfirma Gökbora, Seref Cak: „Wir können gut aneinander verdienen.”
Dabei werden warme Worte nicht allein reichen. Promis müssen her. In China warb der wie ein Popstar gefeierte Tischtennisprofi Timo Boll für NRW, in der Türkei sollen es die für Schalke 04 und Bayern München kickenden Fußballer Halil und Hamit Altintop richten, die beim Kampagnenstart allerdings fehlten.

12:31
Mein Gott , zu Firmen investieren in die Türkei wenn ich solche sätze lese dann muss ich fast k....
Tja leider sieht man da nähmlich nur eine seite. Investerien ok hört sich voll nach nachteil an was aber die riesen umsätze die die Firmen gemacht haben und machen die sieht keiner.
Das gute ist die Türkei baut sich gerade Wirtschaftsbeziehungen zu anderen ländern auf dann wird es ab gehen mit der EU. Die Türkei hat bereits eine p. partnerschaft warum geben die Deutschen dem Kind jedesmal ein anderen Namen???
14:23
Fakt ist, wir hatten 66-68 einen Anstieg der Arbeitslosen. Damals wurde noch gestempelt.
Da war es den Arbeitern nicht recht, dass immer mehr Gastarbeiter kamen
13:48
@laubenix: Wer hat nicht aufgepasst? Die ersten türkischen Arbeitnehmer kamen nach Deutschland, weil die hiesige Wirtschaft dringend Arbeitskräfte brauchte. 1961 schloss die Bundesregierung ein Anwerbeabkommen mit der Türkei! So war das!
An den Fließbändern für das Wirtschaftswunder haben sie gestanden und im dunkelsten Streb!, Da wo Deutsche damals nicht wollten und es auch heute noch nur ungerne tun!
@7eleven: Das Selbe gilt für dich! Außerdem ist das quatsch, da es gar nicht genug deutsche Arbeiter gab!
11:03
Die Wahrheit ist, nicht wir alle haben die Gastarbeiter geholt, sondern die großen Firmen. Krupp, Thyssen, Heitkamp und die Zechen hatten eigene Anwerbungsbüros in der Ost-Türkei.
Den deutschen Hilfsarbeitern waren diese Anwerbungen gar nicht recht, weil dadurch ihre Löhne gedrückt wurden.
Heute wollen obige Firmen nichts mehr von ihrer Verantwortung für die Gastarbeiter wissen.
10:42
Nach meinem Wissen waren die ersten Gastarbeiter aus Polen, direkt nach dem Krieg. Zeche usw. Dann kamen Italiener, Griechen Portugiesen, Spanier. Erst nach dem, diese verdienten Menschen, die Ersparnisse mit in die Heimatländer genommen haben und sich dort eine anständige Existenz aufgebaut hatten, kamen die Menschen, welche nur Krankenversicherung und sonstige Sozialleistungen des Staates in Anspruch genommen haben.
Bitte die Zeit in Deutschland nicht verdrehen.
10:33
Die Gastarbeiter auf dem Bau / Zechen waren zum größten Teil Menschen ohne Beruf.
Meist haben sie Hilfsarbeiten verrichtet, wie Baubude fegen, Bier und Brötchen holen oder LKW abladen.
Gemauert und betoniert wurde von Fachkräften aus Europa
10:25
@glaubenix: Ach nein? Haben nicht tausende von denen in unseren Gruben gearbeitet! Und haben nicht tausende von denen, unsere Häuser aufgebaut!
Ich reden nicht von direkt nach den Krieg, aber bei der deutschen Geschichte haben SIE wohl einige Jahrzente ausgeblendet! Ohne all diese Menschen hätte es das Wirtschaftswunder nie gegeben.
Und wie viele Deutsche bescheißen Jahr für Jahr die die Steuerbehörden und das Arbeitsamt!
Wie kann man nur so engstirnig und dumm sein!
07:35
#13
Träumen Sie einal schön weiter.
Abreissen was sie aufgebaut haben, das ich nict lache, Sozialsysteme werden systematisch geplündert von Sippen. Erinnere mich hier an einen Bericht aus Soest, da hat eine türkische Sippe mit ca.70 Personen viel Geld aus der Stadt entzogen und der Chef hat in Izmir 2 Häuser gebaut und ein Restaurant und hat es dann noch auf den Namen Groszügig ( auf türkisch) getauft.
Hier aufgebaut hat keiner etwas, ausser die Trümmerfrauen nach dem krieg. Aus Basta.
06:37
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00:00
Kauft ihr ESPRIT oder aus H&M???Sie und noch andere bekannte Marken werden meist in der Türkei produziert! Siehe auf Etikette!!! Was ist daran billiig, schlecht oder Trödelsache? VORURTEILE und NEID...mehr kann man nicht sagen.