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Jung, schwanger, reich - Marissa Mayer soll Yahoo Erfolg bringen

20.07.2012 | 19:22 Uhr
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Marissa Mayer winkt beim Internetkonzern Yahoo ein rekordverdächtiges Gehalt.Foto: dapd

Essen.   Bisher war sie bei beim Konkurrenten Google, jetzt soll Marissa Mayer Yahoo Erfolg bringen. Ihr winken in den kommenden fünf Jahren rund 100 Millionen Dollar Gehalt. Und im Oktober erwartet die bekannte Managerin ein Kind. Viel Stoff für Diskussionen.

Es ist ihr erster Job als Chefin eines Unternehmens. Aber wenn alles gut läuft, dürfte Marissa Mayer für den Rest ihres Lebens finanziell ausgesorgt haben. Der neuen Frau an der Spitze des Internetkonzerns Yahoo winkt in den kommenden fünf Jahren ein Gehalt in Höhe von rund 100 Millionen Dollar – umgerechnet mehr als 82 Millionen Euro.

Wie hoch genau die Bezahlung ausfällt, müsse sich noch erweisen, erläutert Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Laut Arbeitsvertrag bekommt Mayer ein Grundgehalt von einer Million Dollar. Dazu gibt es zwei Millionen Dollar bei Erreichen bestimmter Ziele, die sich auf vier Millionen Dollar erhöhen, sollten diese Ziele übertroffen werden.

Richtig reich werden kann Mayer mit Aktien und Aktienoptionen – vorausgesetzt, die Managerin macht Yahoo erfolgreich. „Aktienoptionen sind zunächst einmal ein virtueller Wert“, gibt Kurz zu bedenken. Je nach Rechnung winken Mayer zwischen 70 und 100 Millionen Dollar in fünf Jahren.

14 Millionen Dollar in Aktien

Die 37-Jährige, die im Oktober ihr erstes Kind erwartet, soll den kriselnden US-Konzern wieder auf Kurs bringen. Ihr Job gilt als einer der schwierigsten in der Branche. Der Chefposten bei Yahoo glich zuletzt einem Schleudersitz. Die frühere Chefin Carol Bartz wurde nach zwei Jahren wegen Erfolglosigkeit gefeuert, Mayers Vorgänger Scott Thompson stolperte nach kurzer Zeit im Amt über einen gefälschten Lebenslauf.

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San José, 13.03.12: Der Internet-Pionier Yahoo hat eine Patentklage gegen das soziale Netzwerk Facebook eingereicht. Laut Gerichtsunterlagen vom Montag wirft Yahoo dem an die Börse strebenden Netzwerk Verletzung von Patenten in zehn Fällen vor.

Um Mayer vom Konkurrenten Google abzuwerben, nimmt das Yahoo-Management viel Geld in die Hand. Allein 14 Millionen Dollar in Aktien bekommt die Managerin als Entschädigung dafür, dass sie wegen ihres Weggangs von Google auf Wertpapiere des Konkurrenten verzichten muss. In dem Arbeitsvertrag ist auch festgelegt, dass Mayer nicht direkt zur Konkurrenz wechseln darf. Dass Mayer im Oktober ein Kind erwartet, heizt in den USA die Diskussion über die Vereinbarkeit von Job und Karriere an. „Mein Mutterschutzurlaub wird nur ein paar Wochen dauern und ich werde durcharbeiten“, versicherte Mayer im Magazin „Fortune“. Laut Arbeitsvertrag hat Mayer Anspruch auf 20 Tage Urlaub im Jahr.

„Gehälter in dieser Größenordnung wären nicht vermittelbar“

Die rekordverdächtige Vergütung der neuen Yahoo-Chefin dürfte auch in Deutschland eine neue Debatte darüber auslösen, welche Bezahlungen angemessen sind. „Gehälter in dieser Größenordnung gibt es in Deutschland nicht, sie wären auch nicht vermittelbar“, sagt Aktionärsschützer Jürgen Kurz. In der Regel liege die Vergütung für Vorstandsmitglieder großer deutscher Konzerne im einstelligen Millionenbereich.

Auch die DSW macht sich für eine Begrenzung der Managergehälter stark. „Mehr als zehn Millionen Euro im Jahr sollten es nicht sein“, meint Kurz. Für Diskussionen hatte der Rekord von VW-Chef Martin Winterkorn gesorgt. Für das Jahr 2011 erhielt er vom Autobauer rund 17 Millionen Euro.

Ulf Meinke

Kommentare
24.07.2012
13:00
Jung, schwanger, reich - Marissa Mayer soll Yahoo Erfolg bringen
von ExWalsumer | #7

Manager sollten meiner Meinung nach immer ein Teil ihres Gehalts in Firmenanteile bekommen. Am Besten zu dem Wert, denn die Anteile ende des Geschäftsjahres haben sollten. Wer schlecht wirtschaft, dessen Anteile sind auf einmal ncihts Wert und man hat nur das Grundgehalt oder es wird gute Arbeit geleistet, dann kann es sein, das man sogar mehr bekommt als vereinbart.
Da kann sich dann auch niemand beschweren oder neidisch sein.

22.07.2012
15:25
Marissa Mayer - die Neidhammel jaulen auf !
von joerndominik | #6

Au man, da jaulen die Neidhammel der Republik aber mal wieder gewaltig auf!
Am lautesten wohl im Ruhrgebiet - bekanntlich die Hauptstadt des Neides. Es ist
dort kaum vermittelbar, dass Manager, Unternehmer und ähnliche Funktionsträger
nicht nur für ihre Arbeit, wobei man darunter im Pott wohl immer noch in erster Linie Handarbeit versteht, entlohnt werden. Sondern hier steht die Verantwortung für tausende von Arbeitsplätzen, für das Eingehen von erheblichen Risiken und nicht zuletzt auch der Zwang zu immer neuen Ideen und deren Realisierung im
Vordergrund.

Weitaus leichter vermittelbar ist, dass ein Fußballspieler, der lediglich für sich
selbst Verantwortung trägt und überwiegend lediglich den Ball kickt, mit Millioneneinkünften nach Hause geht.

Laßt die Dame mal machen. Wichtige Voraussetzungen, um erfolgreich zu
sein, bringt sie ja mit!

1 Antwort
Ihr Kommentar strotzt nur so von Vorurteilen und ist billige Polemik!!!
von Cebulon | #6-1

Warum sollte es hier um Neid gehen? Aus keinem der hier aufgeführten Kommentare ist Neid zu lesen. Das hat auch nicht mit Neid zu tun!!!

Tatsächlich ist diese leidige Diskussion über die Neidgesellschaft gerade von denen in die Öffentlichkeit gesetzt worden, die dem Wirtschaftliberalismus besonders nahe stehen.

Die Realität ist eine andere. Die soziale Schere klafft immer weiter auseinander. Die Reichen werden immer reicher. Wir leben also eher in einer Giergesellschaft, nicht in einer Neidgesellschaft. Und die lebt gerade nicht im Ruhrgebiet.

Was aber in den oberen Gehalsmargen abläuft ist ein immenses Pokern um die besten Köpfe, was zu diesen Gehaltauswüchsen führt. Wenige Talente werden eine Chance bekommen ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Und nur die, die wie Marissa Meyer es geschafft haben, werden so viel Kapital an sich binden. Wenn sie anschließend versagt, wird die Abfinung trotzdem noch üppig sein, während die kleinen Mitarbeiter ihre Existenz verlieren dürften.

22.07.2012
13:12
Jung, schwanger, reich - Marissa Mayer soll Yahoo Erfolg bringen
von Unverkennbar | #5

Was macht Yahoo überhaupt? ^^

21.07.2012
20:46
Jung, schwanger, reich - Marissa Mayer soll Yahoo Erfolg bringen
von feierabend | #4

Naja, die Welt trägt es mit aus - so oder so. Internet ist halt ein amerikanischer Erfolgsschlager - dank Bill Gates. Und anderen. Und der amerikanischen Raumfahrt. Und der NASA. Und Google. Und der freien Gesetzgebung, also den internationalen Menschenrechten. Und dank der UNO

21.07.2012
12:23
Jung, schwanger, reich - Marissa Mayer soll Yahoo Erfolg bringen
von esquerda | #3

Der Fisch stinkt immer vom Kopf,will sagen wenn eine Top-Führung da ist,werden die anderen Teile des Fisches gesunden.

1 Antwort
Jung, schwanger, reich - Marissa Mayer soll Yahoo Erfolg bringen
von joerndominik | #3-1

Mich würde einmal dringend interessieren, woher diese Allerweltweisheit, dass
der Fisch vom Kopf her stinke, stammt. Gern wird sie ja genommen, von denen,
die sich gerne "unten sehen" und auf alles einen Rochus haben, die sie unter
denen "da oben" sehen und welche natürlich immer alles falsch machen.

Wenn die Welt mal so einfach wäre - dass wäre schön und Yahoo würde schnell
genesen. Zu wünschen wäre es!

21.07.2012
12:05
Das Festgehalt ist doch vermittelbar.
von xxyz | #2

Falls es ihr gelingt, das sinkende Schiff zu retten oder falls Übernahmen den Kurs steigen lassen, kann das Engagement zu einer guten Entlohnung führen.

21.07.2012
11:42
Jung, schwanger, reich - Marissa Mayer soll Yahoo Erfolg bringen
von nussknacker | #1

man fragt sich nur, woher hat yahoo noch soviel Geld?

Der Konzern WAR mal und befindet sich im Sinkflug, was macht er denn noch um Geld zu verdienen?

Glaubt man wirklich, dass ein Kapitän diesen Untergang verhindern kann, wenn die Manschaft es nicht schafft richtig zu heizen?!

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