Jobcenter starten Bürgerarbeit
09.08.2010 | 15:40 Uhr 2010-08-09T15:40:00+0200
Düsseldorf.Das Projekt Bürgerarbeit startet in dieser Woche in 27 Jobcentern in NRW. Nach einer halbjährigen Schulung wird Langzeit-Arbeitslosen eine gemeinnützige Tätigkeit angeboten – wenn sie nichts anderes finden.
In 27 Jobcentern in Nordrhein-Westfalen startet in dieser Woche das Programm „Bürgerarbeit“. Rund 17 300 Arbeitslose würden dazu zunächst ein halbes Jahr lang intensiv auf das Arbeitsleben vorbereitet. Anschließend werde ihnen eine gemeinnützige Tätigkeit, eine sogenannte Bürgerarbeit, angeboten, teilte die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag in Düsseldorf mit.
Ziel der ersten Phase sei es, bereits im ersten Halbjahr möglichst viele Langzeitarbeitslose auf dem regulären Arbeitsmarkt unterzubringen, sagte die Chefin der Regionaldirektion NRW der BA, Christiane Schönefeld. „Erst wer nach der Aktivierungsphase noch nicht in eine reguläre Arbeit vermittelt werden konnte, wird Bürgerarbeiter“, fügte sie hinzu.
900 Euro brutto
Schönefeld rechnet damit, dass rund ein Viertel der Teilnehmer ab Januar nächsten Jahres solche gemeinnützigen Tätigkeiten übernehmen werden. Diese können bis zu drei Jahre dauern. Für 30 Wochenstunden erhielten die „Bürgerarbeiter“ einen Bruttolohn von 900 Euro. Dabei reichten die Arbeiten von der Pflege von Grünanlagen bis hin zur Hilfe in Mehrgenerationenhäusern.
Schönefeld warnte allerdings vor allzu viel Euphorie. „Das Programm ist kein Allheilmittel“, sagte sie. Nach Ablauf eines Pilotprojekts in Sachsen-Anhalt hätten lediglich zehn Prozent eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufgenommen. In NRW beziehen nach Angaben der Arbeitsagentur rund 564 000 Menschen „Hartz IV“. (ddp)

12:54
Ich habe gerade den Artikel gelesen, da meine Schwägerin jetzt sowas machen soll und habe dabei einen Brechreitz bekommen. Hat es doch die Politik wieder einmal geschafft den Negativnamen Ein-Euro-Job (bedeutet Ausnutzung) in einen anderen positiveren Namen umzubenennen - meinen die eigentlich, wir sind doof und wissen nicht was das soll?? Ich selbst habe die vergangenen Jahre indirekt für die AA in diversen Maßnahmen gearbeitet. Egal ob die Sache nun BvB, Ganzil, Bürgerjob, etc heißt, es geht in erster Linie nur darum Leute mit wenig Geldaufwand AUS DER ARBEITSLOSENSTATISTIK ZU ENTFERNEN, damit unser Frau Merkel dann im zweiten Schritt behaupten kann, dass die Arbeitslosenzahlen gesunken sind. Wenn Alle, die auf diese Art aus der Statistik rausfallen mitgerechnet werden liegen wir wahrscheinlich bei ca. 6 Mio. und das ist die Wahrheit. Ich habe es miterlebt, dass eine Frau mit einer 2-Jahres-AU gezwungen wurde in eine Ganzilmaßnahme zu gehen - warum wohl??
Unsere Volks(ver)treter sind doch nur Verbrecher und Lügner - sie treten das Volk !!
12:20
Gestern musste Fr v.d. Leyen ihre Lüge bezüglich der Beschäftigungszahlen Älterer korrigieren.
Es sind in Wirklichkeit nur ca. 21%, weil zuvor 400,- Euro-Jobber, 1,- Euro-Jobber, Selbstständige usw. mit eingerechnet wurden.
Was mich genau so erschreckt, ist die Zahl von 17.300 Arbeitslosen, welche aktiviert werden sollen.
Solche sog. Aktivierungsmaßnahmen kosten in der Regel so um die 2000,- Euro pro Monat/Teilnehmer.
17.300 Teilnehmer x 2000,- Euro x 6 Monate kosten die Argen demnach ungefähr 210 (!) Millionen Euro.
Diese Riesensumme ist plötzlich auf dem Sozialmarkt verfügbar.
Man kann sich vorstellen, dass es den Betreibern der sich explosionsartig vermehrenden Qualifikations- und Beschäftigungsgesellschaften vor Freude und Gier den Atem verschlägt.
Genau das sind nämlich die großen Profiteure und Schmarotzer unserer Arbeitsmarktpolitik !
Dass ändert sich auch nicht durch deren großmundige Bekundungen von Vermittlungsquoten über 50%.
Wenn dem wirklich so wäre, ließen sich unsere Arbeitslosenzahlen ja in kürzester Zeit halbieren, dann nochmal halbieren, und nochmal und.......
In Wirklichkeit geht es nur um Eins: Mit einem höchst profitablem Geschäftsmodell aus den immer noch gut gefüllten Töpfen der Arbeitsagenturen so viel Geld wie möglich abzugreifen.
10:55
Ihr mit euren 900€, nur weil es derwesten.de wieder falsch geschrieben hat.
Die, die in die Bürgerarbeit gehen, erhalten eine Entlohnung nach E1 des TVöD.
Macht mind. 1432€ brutto bei einer VZ Stelle =(39 Std.). Hier handelt es sich um eine 30 Std. Tätigkeit. Damit kommt man auf ein brutto von ziemlich genau 1100€.
13:31
Ich vermisse auch den Ausspruch unserer Bundesarbeitsministerin....es ist nicht richtig das älter Arbeitnehmer in der Mehrzahl keine Arbeit haben, 40 % haben doch Arbeit....hmm also sind die restlichen 60% eine verschwindend kleine Minderheit!
13:23
Jo gerade als Hartz4 geschädigter haste ja Kohle genug um dich gesund zu ernähren...oder kann ich mir das Eintrittsgeld beim Arzt leisten...doch kann ich..wenn ich zwei tage nicht esse!
Und Fasten soll ja auch gesund sein
13:17
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13:04
Tagesgeld-Vergleich
1 Ikano Bank
2,22 %
2 Bank of Scotland
2,10 %
3 VolkswagenBank direkt
2,00 %
4 ING-Diba
1,90 %
5 Autobank
1,77 %
Laufzeit:3 Monate; Betrag 10.000 EURO
13:03
Ach ja Redaktion...der Link zum Tagesgeld ist hier wirklich fehl am Platze...oder gehört das mit zur Diskriminierung?
13:00
Wenn redfly wenigstens rechnen könnte:
(30 Wochenarbeitsstunden * 52 Wochen ) geteilt 12 Monate := 130 Stunden Arbeitszeit im Schnitt monatlich.
900 / 130 := 6,92 Euro.
Duisburg dass sind 140000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und 52000 Arbeitsuchende.
http://www.arbeitsagentur.de/Dienststellen/RD-NRW/Duisburg/AA/Presse/Presseinformationen/Publikation/Presseinfo-PDF-2010/24-10-Der-Arbeitsmarktreport-Juli-2010.pdf
Das Konzept der Bedarfsgemeinschaft ist glänzend geeignet um aus einem eigentlich Arbeitslosen einen nur als Arbeitsuchend ausgewiesenen zu machen.
Die tatsächliche Arbeitslosenquote liegt in Duisburg über 20%.
Frau Schönefeld sollte von ihrem Amt zurücktreten.
Sie hat den Arbeitslosen, dadurch dass sie einen erfolgreichen Strukturwandel vorgauckelte schwer geschadet.
12:59
@ #22 von Karnickel
das ist mir klar, aber es geht auch darum der Arbeitslosenindustrie mal wieder einige Millönchen zukommen zu lassen....aber Tatsachen darf man ja hier nicht verbreiten...äh stehen so alte Knochen wie ich (56) eigentlich noch in der Statistik so als Sozial schmarotzender Hartz4 Empfänger der mittlerweile schon tausende Bewerbungen geschrieben hat, und zu alt und zu krank fürn Arbeitsplatz ist, so zumindest mündliche aussagen wenn man denn wirklich mal was von seiner Bewerbung gehört hat und gar mal, was sehr selten ist, zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wird!?