Job in der Sonne: Der Chef muss schattiges Plätzchen bieten
03.07.2008 | 18:39 Uhr 2008-07-03T18:39:54+0200Wenn der Sommer seine ganze Kraft aufbringt, können Arbeitsplätze unter freiem Himmel zur Qual werden.
Bauarbeiter und Dachdecker beispielsweise kommen dann nicht nur mächtig ins Schwitzen, sondern auch darüber ins Grübeln, ob sie sich das eigentlich antun müssen? Die Antwort lautet "Ja". Denn es gibt im Berufsleben - anders als hin und wieder im Schülerdasein - kein "hitzefrei".
Allerdings sind die Beschäftigten vom Bau ihrem Chef und der Sonnenstrahlung nicht völlig hilflos ausgeliefert. Denn der Arbeitgeber hat nach dem Arbeitsschutzgesetz die Pflicht, eine Gefahr am Arbeitsplatz - die eben auch aus Hitze und Sonne bestehen kann - zu "beurteilen" und entsprechende Gegen- oder Hilfsmaßnahmen zu treffen.
Dachdecker & Co. können verlangen, dass ihnen der Arbeitgeber ausreichend kühle Getränke kostenlos zur Verfügung stellt und sie an einem schattigen Platz Pause machen können. Selbstverständlich kommt es - wie oft im Arbeitsrecht - auf den Einzelfall an, um entscheiden zu können, was vor Ort konkret zu tun ist.
Vorstellbar ist auch die Verlegung der Arbeitszeiten in die frühen Morgenstunden. Allerdings werden sich Anwohner (zu Recht) beschwe-ren, wenn Hammer oder Säge bereits um vier Uhr früh von Nachbars Dach oder von der Straße zu hören sind. Bauarbeiten auf einer Autobahn aber beispielsweise können im Regelfall auch am (sehr) frühen Morgen beginnen.
Eine Variante der Arbeitszeitgestaltung wäre auch eine großzügig ausgedehnte Mittagspause - um dann wiederum in die etwas kühleren Abendstunden hinein zu arbeiten.
Hilfesuchende Arbeitnehmer können sich an das "Amt für Arbeitsschutz" oder an das Gewerbeaufsichtsamt wenden. Es liegt aber auf der Hand, dass zuvor das Gespräch mit dem Arbeitgeber/dem Vorgesetzten gesucht werden sollte und in größeren Betrieben natürlich der Betriebsrat die erste Anlaufstelle ist.
Die "Arbeitsschutzdezernate" der Bezirksregierung haben für hilfesuchende Arbeitnehmer und -geber eine Servicenummer eingerichtet, unter der sie mit dem für sie zuständigen Amt verbunden werden: Tel: 0180/1022022 (4,6 Cent je Minute aus dem deutschen Festnetz).

21:09
So ein überflüssiges Komentar kann ja nur vom einem Sesselpupser kommen, arbeite doch mal bei so einer Hitze in 100 Meter Höhe auf dem Dach!!!
19:38
Meine Güte, jetzt haben wir gerade mal einen Tag mit über 30° gehabt, schon kommen die Sicherheitsfanatiker aus den Löchern, sollen die draußen Arbeitenden bei den 16° heute nen Pelzmantel anziehen ?!