Jeder Vierte fühlt sich im Urlaub zur Arbeit verpflichtet

Viele Berufstätige sind auch in ihrem Urlaub mit der Arbeit beschäftigt - einige sogar freiwillig.
Viele Berufstätige sind auch in ihrem Urlaub mit der Arbeit beschäftigt - einige sogar freiwillig.
Foto: Karl Gatzmanga
Was wir bereits wissen
Ganz abschalten können viele Berufstätige im Urlaub nicht. Etwa jeder Zehnte wird vom Arbeitgeber, Kollegen oder Kunden in den Ferien kontaktiert.

Bielefeld.. Abschalten und ausspannen: Nicht allen Berufstätigen gelingt das im Urlaub. Denn jeder Zehnte (10 Prozent) wird oft oder sogar immer vom Arbeitgeber, den Kollegen oder Kunden in der freien Zeit kontaktiert. Fast jedem Achten (13 Prozent) passiert das zumindest gelegentlich. Rund jeder Siebte (14 Prozent) liest außerdem zumindest gelegentlich seine beruflichen E-Mails.

Stress Gedanklich abzuschalten gelingt vielen ebenfalls nicht. Fast jeder Zweite (47 Prozent) denkt zumindest gelegentlich in den Ferien an den Job. Von jenen, die das machen, fühlt sich allerdings nur eine Minderheit (14 Prozent) dadurch stark belastet. Für mehr als jeden Dritten (38 Prozent) ist es kein Problem, für jeden Zweiten (47 Prozent) stellt es eine geringe Belastung dar.

Nicht wenige arbeiten freiwillig in den Ferien

Wenn Berufstätige im Urlaub arbeiten, liegt das nicht selten daran, dass sie vorher nicht fertig geworden sind. So gibt jeder Vierte (25 Prozent) an, dringende Aufgaben zum Abschluss bringen zu müssen.

Nicht wenige machen in den Ferien auch freiwillig etwas für die Arbeit. So sagt fast jeder Vierte (25 Prozent), dass er sich dazu verpflichtet fühlt, auch wenn das niemand von ihm fordert. Um richtig ausspannen zu können, geben fast drei von vier (73 Prozent) an, mindestens eine Woche zu brauchen.

Viele Berufstätige opfern sogar von Zeit zu Zeit freie Tage, um von zu Hause in Ruhe zu arbeiten. Jeder Sechste (17 Prozent) nimmt sich zumindest gelegentlich einen freien Tag, um Aufgaben aus dem Job abarbeiten zu können. Im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung wurden 1002 Berufstätige befragt. (dpa)