Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Börse

Investoren wetten auf weiteren Fall der Facebook-Aktie

30.05.2012 | 09:32 Uhr
Funktionen
Investoren wetten auf weiteren Fall der Facebook-Aktie
Enttäuschung über die Facebook-Aktie: Am Dienstag ist sie auf ihren bisherigen Tiefstand gefallen. Foto: ap

New York. Die Facebook-Aktie ist weiter unter Druck. Am Dienstag fiel das Papier des sozialen Netzwerks erstmals unter 30 Dollar. Bei Börsenschluss lag die Aktie bei 28,84 Dollar, ein Verlust von 9,6 Prozent. Seit dem mit Spannung erwarteten Börsendebüt gaben die Wertpapiere des sozialen Netzwerks damit um 24 Prozent nach.

Einen Tag vor dem Börsenstart am 18. Mai war die Facebook-Aktie noch mit 38 Dollar bewertet worden. Inzwischen ist allerdings Ernüchterung eingekehrt. Auch am Optionsmarkt stieß die Aktie auf geteiltes Echo. Mit solchen Optionen können professionelle Investoren auf die Entwicklung der Aktie wetten. Der Handel damit begann am Dienstag. Das Wall Street Journal berichtete, dass viele der Geschäfte von einem weiter fallenden Kurs der Aktie ausgehen. Manche sehen die Aktie bis zum Juli nur noch bei 25 Dollar.

Klagen von Investoren

Außerdem reichten mehrere Investoren Klage ein. Die Banken, die den Börsengang organisierten, hätten nur einem ausgewählten Kundenkreis wichtige Informationen über die Geschäftsaussichten Facebooks zukommen lassen, hieß es. Die Investoren werfen den Banken vor, ihre Prognosen für Facebooks Geschäftsentwicklung kurz vor dem Börsengang gesenkt und nur einige Großkunden darüber informiert zu haben. Das soziale Netzwerk hat die Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen.

Ungeachtet des unruhigen Aktienkurses treibt Facebook die Ausbaupläne für seine kalifornische Zentrale voran. Dort könnten künftig bis zu 6.600 Beschäftigte arbeiten anstatt bisher höchstens 3.600. Der Stadtrat von Menlo Park im kalifornischen Silicon Valley stimmte den Plänen zu. Zusätzlich zu einer Einmalzahlung von einer Million Dollar will Facebook zehn Jahre lang durchschnittlich jeweils 850.000 Dollar (680.000 Euro) an die Stadtkasse zahlen. Damit soll die Belastung der Infrastruktur ausgeglichen werden. (dapd)

Kommentare
30.05.2012
12:53
Investoren wetten auf weiteren Fall der Facebook-Aktie
von hapeme | #1

Wetten auf den Niedergang:

Sind das Spielsüchtige oder nur asoziale Menschen, denen jedes Mittel recht ist, an Geld zu kommen?

Wie tief geht es mit diesem "Markt" moralisch noch nach unten?

2 Antworten
Investoren wetten auf weiteren Fall der Facebook-Aktie
von Kritiker90 | #1-1

Nein, es sind in diesem Fall Menschen, die die Dummheit der Anleger ausnutzen.
Die Aktie war von Anfang an über-überbewertet. Diese Info reicht schon, um von diesem Papier die Flossen weg zu lassen.

Investoren wetten auf weiteren Fall der Facebook-Aktie
von 1980yann | #1-2

Eine Wette ist an sich nichts unmoralisches: sie drückt nicht aus, was der Wettende für wünschenswert, sondern was er für wahrscheinlich hält.
Außerdem gehören zu jeder Wette immer zwei: einer, der den einen Fall für wahrscheinlich hält, und einer, der glaubt, das genau das Gegenteil passiert.

Aus dem Ressort
Kaum Zugeständnisse bei Jobabbau im Duisburger Huntsman-Werk
Arbeitskampf
Die Belegschaft im Duisburger Chemiewerk hatte auf Zugeständnisse der Eigner gehofft. Doch die gab es nicht. Deshalb wird Freitag wieder demonstriert.
Deutsche Annington startet Übernahmeofferte für Gagfah
Wohnungskonzerne
Der Start ist gemacht. Das Immobilienunternehmen Deutsch Annington hat am Freitag den Aktionären der Gagfah ein Kaufangebot gemacht.
Regionalverband bündelt alle Tochtergesellschaften in Essen
RVR
Der Regionalverband Ruhr kauft eine Immobilie in der Kronprinzenstraße in Essen und bündelt alle Tochtergesellschaften am Standort Essen.
Ende des Cafés Overbeck auch für Auswärtige ein Schlag
Café Overbeck
Viele Gäste, die von auswärts kommen, wissen nichts vom Ende des Essener Traditionscafés. Am Samstag, 27. Dezember, öffnet Overbeck letztmalig.
Sozial gerecht und ökologisch - Wie Sie faire Mode erkennen
Verbraucher
Noch steckt die „Fairtrade-Mode“ in der Nische. Doch sie bietet die Möglichkeit, mit gutem Gewissen einzukaufen – wenn man sich ein bisschen auskennt.