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Internet-Betrüger fälschen Online-Shops

05.12.2011 | 18:52 Uhr
Internet-Betrüger fälschen Online-Shops
Betrüger lenken Online-Käufer immer häufiger auf gefläschte Shops. Foto: Dirk Bauer

Essen.  Früher bieteten Gauner im Internet Ware an, die es gar nicht gab. Heute imitieren sie gerade zu Weihnachten Internet-Seiten von bekannten Anbietern. Dagegen hilft nur eine genaue Prüfung

In diesem Jahr planen die Deutschen 233 Euro für Weihnachtsgeschenke ein. Bücher, Kleidung und Spielwaren stehen laut Gesellschaft für Konsumforschung ganz oben auf den Wunschlisten. Um die Weihnachtswünsche ihrer Liebsten zu erfüllen, kaufen immer mehr Menschen im Internet. Mit Tricks wollen Gauner davon profitieren.

Früher waren Online-Betrüger eher auf Plattformen wie Ebay oder anderen Internetauktionsportalen aktiv. Dort boten sie fiktive Ware feil, die gutgläubige Kunden nie erhielten. Heute tricksen sie verstärkt mit einer anderen Methode. „Inzwischen sind die Täter dazu übergegangen, ganze Internetseiten komplett zu fälschen“, sagt Andreas Mayer, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Die Gauner erstellen entweder einen fiktiven eigenen Online-Shop. Oder sie imitieren die Webseite eines seriösen Versandhändlers. In der Polizeisprache heißen die gefälschten Online-Shops „Fake-Shops“ (fake = engl.: Fälschung). „Das gibt es immer wieder“, beobachtet Jürgen Schöfer, Sprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

Doch woran erkennt man eine seriöse Webseite? Ahmen Betrüger einen Shop nach, müssen sie ihm eine andere Adresse verpassen, weil diese nur einmal vergeben wird. Die Täter weichen auf Adressen aus, die dem Original ähnlich sind. Der Shop für Motorradzubehör heißt dann nicht www.motorrad-xy.de sondern www.motorrad-zw.de.

„Gibt es die ersten Geschädigten, verbreitet sich das schnell über Internetforen“

Ebenso kann eine Recherche über den Shop ans Licht bringen, ob Betrüger am Werke sind. „Gibt es die ersten Geschädigten, verbreitet sich das sehr schnell über Internetforen“, sagt Schöfer. „Informieren Sie sich so gut es geht über den Verkäufer“, rät auch die Kampagne „Online kaufen – mit Verstand!“, die von der Polizeilichen Kriminalprävention, Ebay und dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels ins Leben gerufen wurde. Bei gewerblichen Anbietern sollte man sich vergewissern, dass Identität und Anschrift, Garantie- und Gewährleistungsbedingungen sowie Widerrufs- oder Rückgaberecht leicht auffindbar sind.

Hilfreich bei der Einschätzung des Anbieters sind Bewertungsprofile und Internet-Gütesiegel. Verlässliche Gütezeichen – wie das Siegel „Geprüfter Online-Shop“ – zeigt www.internet-guetesiegel.de. Doch Vorsicht: Erst im Mai fasste das Bayerische Landeskriminalamt eine Bande, die 400 falsche Shops betrieb. Die Gauner warben sogar mit einem Siegel. Das hatten sie ebenfalls gefälscht.

Mandy Kunstmann

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Kommentare
06.12.2011
14:03
Argh!
von EU4ever | #1

"Früher bieteten Gauner im Internet Ware an"

Liebe WAZ, was ist bitte "bieteten" für ein Wort?

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