Insolvenzverwalter von Schlecker bekommen 15 Millionen Euro
29.09.2012 | 16:41 Uhr 2012-09-29T16:41:14+0200
Stuttgart. Die Insolvenzverwalter der zerschlagenen Drogeriemarktkette Schlecker rechnen nach eigener Aussage mit Einnahmen in Millionenhöhe. Dies liege aber im gesetzlich vorgesehenen Rahmen, sagte Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Werner Schneider. "Wir stellen maßvolle Vergütungsanträge."
Die Insolvenzverwalter der Drogeriemarktkette Schlecker und deren Tochter Ihr Platz, Arndt Geiwitz und Werner Schneider, bekommen für ihre Arbeit rund 15 Millionen Euro. Schneider bestätigte die Schätzung von Experten: Am Ende werde für die Kanzlei Schneider und Geiwitz ein Betrag herauskommen, der dieser Schätzung "sehr ähnlich ist", sagte er den "Stuttgarter Nachrichten" vom Samstag. "Für unsere Vergütung gibt es einen gesetzlichen Rahmen."
Zum Vergleich: Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hatte 2010 mehr als 32 Millionen Euro in Rechnung gestellt. Die Karstadt-Pleite war die größte Insolvenz der Nachkriegsgeschichte.
Wenig Hoffnung für Schlecker-Gläubiger
Bei Schlecker verloren durch die Insolvenz rund 25.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. "Es gibt kaum Fälle in der Größenordnung wie Schlecker", sagte Geiwitz den "Stuttgarter Nachrichten". Solche Verfahren gebe es zweimal in zehn Jahren. "Allein das Managen von 6000 Filialen aus dem Stand heraus ist eine Herausforderung."
Geiwitz hatte am Freitag die Schlecker-Filialen in Spanien und in Portugal an das Einzelhandelsunternehmen DIA verkauft. Mit dem Kaufpreis von 70,5 Millionen Euro sei er zufrieden, sagte Geiwitz der Zeitung. Trotzdem machte er den Gläubigern der Drogeriemarktkette keine großen Hoffnungen: "Im Moment kann ich nicht sagen, ob es zu einer Quotenzahlung kommt" - ihre Forderungen also teilweise bedient werden. (afp)

13:42
Erst die Leute ohne jede weitere Hilfestellung auf die Straße setzen (gibt jede Menge, die suchen sich immernoch nen Wolf nach einem neuen Job), aber das eigene Bankkonto auffüllen...
Die Jungs würd ich gern mal sehen, wie die mit Arbeitslosengeld zurechtkommen, so wie auch die meisten der ehemaligen Schlecker-Frauen. Würd ich bestimmt einiges zu Lachen bekommen.
16:27
Wofür bekommen diese Verbrecher so viel Geld ? unter den ehemaligen Mitarbeiter wäre es besser angelegt gewesen
13:58
Dazu fällt mir nur ein Begriff ein: Bananenrepublik Deutschland!
12:09
Wie mag der "gesetzliche Rahmen für Insolvenzverwalter" wohl aussehen, wenn Griechenland...???
08:03
@ nussknacker
Und ein wenig Rechtschreibung solle man beherrschen, damit man eine ordentliche Rechnung schreiben kann. Daran würde es aber bei Ihnen schon scheitern :-)
07:53
... das ist sehr schwer nachvollziehbar und #2 trifft den Nagel auf den Kopf . Auf der anderen Seite hatte ich vor kurzem mit einer Erbschaft zu tunund da ging es u.a. auch um die Erbenermittlung , was alles von einem Anwalt/Notar aus München geleitet wurde . Bei diesen Abläufen kamen auch exorbitante Vergütungssätze vor und für die Erben blieb der kleinste Teil übrig - halt alles im gesetzlich vorgesehenen Rahmen , aber niemand kann es richtig prüfen bzw. beeinflussen !!
00:08
Es sollten denen das Geld im Hals steckenbleiben.
00:07
Würde hier stehen Hartz4er bekommen 10 Cent mehr,würde es hier ein Aufschrei der Empörung geben.
23:47
Pervers, einfach nur pervers....
20:50
Welch ein Schlag ins Gesicht der arbeitslosen Ex-Mitarbeiter von Schlecker.