Kritik-Salve
Industrie wettert gegen Manager-Haftung
27.04.2009 | 16:31 Uhr 2009-04-27T16:31:00+0200
Berlin. Die neuen Haftungsregeln für Manager stoßen bei der Industrie auf großen Widerstand. BDI-Chef Hans-Peter Keitel wirft der Politik Populismus, völlige Praxisferne und Dilettantismus vor. Politiker sollten sich aus unternehmerischen Entscheidungen komplett heraushalten, meint Keitel.
Die Pläne der großen Koalition zu einer Verschärfung der Haftungsregeln für Manager werden von der Industrie heftig kritisiert. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, sagte dem «Handelsblatt» (Montagsausgabe), bei diesem Thema spiegele sich die ganze Verzweiflung der Politik wider, «Populismus in untaugliche gesetzliche Regelungen zu übertragen». Keitel warf der großen Koalition völlige Praxisferne und «Dilettantismus» vor. Die Politik könne unternehmerische Entscheidungen nicht «für alle 14.000 deutschen Aktiengesellschaften bis ins Detail verrechtlichen».
Union und SPD hatten sich in der vergangenen Woche auf schärfere Haftungsregeln für Unternehmensvorstände verständigt. Demnach sollen Vorstandsmitglieder mit bis zu einem Jahresgehalt für selbst verursachte Verluste einstehen müssen. Der Wechsel von Vorständen in den Aufsichtsrat soll zudem erschwert werden. (afp)

10:26
Wer Mist baut, muss auch dafür gerade stehen, basta.
Wer sich als Manager dagegen wehr zeigt doch nur in aller Deutlichkeit, dass er eigentlich von seinem Job keine Ahnung hat, sonst hätte er ja nichts zu befürchten.
Wer seinen Job versteht wird dazu nur gezwungen seine Entscheidung gründlich zu überdenken und wirklich Risiken zu vermeiden.
09:08
@ #41 von monopolanzweifler
noch nicht begriffen....der Staat sind wir, nicht unsere Regierung.....die hält sich nur für allmächtig weil der Untertan sie ungestraft alles machen lässt......
09:06
Ach so vergessen...die Tradition der Nichthaftung wird auch von den ATOMKRAFTWERKEN praktiziert....das Risiko liegt nicht beim Betreiber sondern, wie wir in der Rezession gelernt haben, einzig beim Steuerzahler!
22:54
Politiker sollten sich aus unternehmerischen Entscheidungen komplett heraushalten, meint Keitel.
Ja gut!
Dann aber soll sich gefälligst Wirtschaft und deren Dreckslobbyisten auch aus der Politk heraushalten!
So einfach ist das!
21:57
wau,
da wird aber das Spendenkonto der FDP riesig anwachsen und im Gegenzug wird den Rentnern wohl aufgebürdet das sie nur noch ein Schonvermögen behalten dürfen..!
21:56
wau,
da wird aber das Spendenkonto der FDP riesig anwachsen und im Gegenzug wird den Rentnern wohl aufgebürdet das sie nur noch ein Schohnvermögen behalten dürfen..!
18:14
Industrie wettert gegen Manager-Haftung
Verstehe ich nicht so ganz:
Es gibt doch schon ein ;MANAGERHAFTUNG
Wenn die Manager Mist bauen, siehe Hypo Real, dann kommt dafür der Steuerzahler auf. Macht anschließend der Manger Gewinne, fließt das Geld logischerweise in die Taschen des Managers und nicht in die Taschen der Steuerzahlers.
Frei nach dem altbekannten Motto: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.
Das ist nun mal Gang und Gäbe in der Zweiklassengesellschaft Deutschland....
17:13
Der Staat haftet unmittelbar für Missmanagement, denn die Leute, die ihre Arbeit wegen fehlerhafter Entscheidungen der Manager verlieren, bekommen ihr Arbeitslosengeld ja nicht vom Verursacher, sondern vom Staat, also der Regierung.
17:06
Zitat: Politiker sollten sich aus unternehmerischen Entscheidungen komplett heraushalten, meint Keitel.
Unternehmer sollten sich aus politischen Entscheidungen komplett heraushalten, meine ich. Anderenfalls landen wir in einer Art Staatsozialismus für Unternehmer. Dieses Modell hatten wir bereits, und ich spreche nicht von der DDR, sondern von der Diktatur davor.
Solche Sprüche wie der obige machen mich ungemein wütend.
Sicherlich sind nicht alle Manager in diesen Topf zu werfen. Einige aber durchaus. Daß die BDI-Propagandisten natürlich den Schmarotzern unter ihnen das Wort reden, indem sie sie von jeglicher Haftung freisprechen lassen wollen, war nicht anders zu erwarten. Es zeugt im Grunde nur davon, daß die Industrie sich auch weiterhin einen Freibrief für solche Finanzmanipulationen etc. pp.ausstellen lassen will, und es entlarvt genau den Ort, wo diese Bosse und Bonzen sitzen.
Solche Leute mit den entsprechenden Forderungen sind die eigentlichen Brandstifter, die diese Gesellschaft spalten und den sozialen Frieden nachhaltig unterminieren. Normalerweise gilt: Es muß der für den Schaden haften, der ihn angerichtet hat, und dies umso mehr, wenn dies vorsätzlich oder bewußt fahrlässig geschah. Bereicherung aus Habgier gilt vor Gericht noch immer als sog. strafverschärfender niedriger Beweggrund. Was wir hier vorliegen haben und was diese Leute fordern, ist eine Umkehrung aller Werte, ein Totalitarismus ganz besonderer Art.
16:20
Weiter im Trüben fischen und die Allgemeinheit bezahlen lassen. So funktioniert das nicht, lieber BDI-Präsident. Wer Mist macht, muss auch für den angerichteten Schaden gerade stehen und sich nicht mit Bonis aus der Verantwortung schleichen!