In diesen Branchen schwelen aktuell Tarifauseinandersetzungen

Deutsche Bahn: Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) will auch einen Tarifvertrag für die Zugbegleiter verhandeln. Das lehnt die Bahn ab, aber auch die konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG. Die GDL reagiert mit der neunten Warnstreikwelle.

Deutsche Post: Der Tarifvertrag würde eigentlich noch laufen. Doch aus Protest gegen die Gründung von Regionalgesellschaften für die Paketzustellung mit niedrigen Tarifstandards hat Verdi den Tarifvertrag vorzeitig gekündigt und zu Warnstreiks aufgerufen.

Kitas: Bundesweit will Verdi zehn Prozent mehr Gehalt für Erzieher durchsetzen. Die Tarifverhandlungen sind gescheitert. Jetzt gibt es auch in NRW Streik.

Handel: Für die Beschäftigten im Einzel- und Großhandel fordert Verdi 5,5 Prozent mehr Gehalt. In NRW hat es die ersten Arbeitsniederlegungen gegeben.

Versicherungen: 5,5 Prozent mehr fordert Verdi auch für die 174 000 Versicherungsangestellten im Innendienst. Vor der dritten Verhandlungsrunde am 22. Mai gab es erste Warnstreiks.

Lufthansa: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat sich mit der Lufthansa auf eine Schlichtung im Tarifstreit geeinigt. Bis mindestens Ende Juli soll es keine weiteren Streiks geben.

Amazon: Im Kampf um die Eingruppierung in den Einzelhandels-Tarifvertrag für die Beschäftigten des Internetversenders hat Verdi Warnstreiks vorerst gestoppt.