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IG Metall: Viele Verleiher zahlen unter Tarif

20.06.2007 | 09:03 Uhr

Düsseldorf. "Gravierende Missstände" hat die IG Metall beim zunehmenden Einsatz von Leiharbeit in NRW festgestellt.

"Leiharbeit wird zunehmend zur Verdrängung reguläer Beschäftigung eingesetzt", kritisierte Detlef Wetzel, NRW-Bezirksleiter der IG Metall. Leiharbeit finde immer mehr unter Ausschluss elementarer Arbeitnehmerrechte statt.

Missstände zeigte die IG Metall am Beispiel des Handy-Herstellers Nokia in Bochum auf. Viele Leiharbeiter - so die IG Metall - erhielten nicht ihr tarifvertraglich gesichertes Einkommen. Fehlerhafte Eingruppierungen, falsche Stundenlöhne, ausbleibende Einkommenserhöhungen nach neun beziehungsweise 12 Monaten Einsatzzeit im gleichen Betrieb und Umgehungen der Zahlungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld seien keine Seltenheit. Der Gewerkschaft lägen Abrechnungen von Nokia-Beschäftigten der Verleihfirma Allbecon vor, denen trotz einer Einsatzzeit von mehr als 12 Monaten der tarifliche Anspruch auf die Zulage von 0,11 Euro pro Stunde nicht gewährt wurde, selbst bei einem Stundenlohn von nur 7,60 Euro.

In mehr als 20 Betrieben in NRW gebe es Vereinbarungen zur Gleichbehandlung von Leiharbeitnehmern gegenüber der Stammbelegschaft. Dazu gehörten unter anderem Opel (Bochum), Deutsche Edelstahlwerke (Hagen, Witten, Krefeld, Siegen), Hugo Honsel (Arnsberg), Hoesch Schwerte Profile (Hagen) und Siemens VDO (Dortmund).

Von Karl-Heinz Kalender

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