IG Bau will die Schlichtung anrufen
11.05.2009 | 14:56 Uhr 2009-05-11T14:56:00+0200
Berlin. Die IG Bau will die Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe offiziell für gescheitert erklären und noch in dieser Woche die Schlichtung anrufen. Knackpunkt der Verhandlungen war die Zukunft der Mindestlöhne am Bau.
Die IG Bau will die Tarifverhandlungen für die 700.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe offiziell für gescheitert erklären und noch in dieser Woche die Schlichtung anrufen. Das kündigte der Gewerkschaftsvorsitzende Klaus Wiesehügel am Montag in Berlin an. «Wir brauchen offenbar einen Moderator, damit die Arbeitgeber gezwungen sind, ihre Verhandlungsfähigkeit herzustellen», sagte er.
Formell wollte der Gewerkschaftsvorstand nach der Pressekonferenz einen entsprechenden Beschluss fassen. Die Schlichtung soll unter Führung des früheren Bundeswirtschaftsministers und SPD-Politikers Wolfgang Clement stattfinden. Der inzwischen aus der SPD ausgetretene Clement wurde bereits vergangenes Jahr im Streit über die Mindestlöhne eingeschaltet.
Die IG Bau verlangt neben der Anhebung der Ost-Löhne auf West-Niveau sechs Prozent mehr Geld. Knackpunkt der Verhandlungen war aber die Zukunft der Mindestlöhne am Bau. Darüber gab es zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft keine Einigung. Die Gewerkschaft sprach von «unüberbrückbaren Differenzen» in dieser Frage. Auch hatten die Arbeitgeber in drei Verhandlungsrunden kein Angebot für Lohnsteigerungen vorgelegt. (ap)

20:20
Wenn schon ein Schlichter gesucht wird, dann einen echten,sogenannten LEIHARBEITER.
Der wird es dann schon richtig richten und schlichten.
19:49
...und wieder mal eine Presseerklärung, in der nicht genau das wieder gegeben wird, worum es überhaupt geht.....:
Die Arbeitgeber wollen die Westlöhne an die Ostlöhne angleichen, das heisst, es gibt für die Westdeutschen Bauarbeiter eine Lohnkürzung von 19 %.....
was das bei einem Stundenlohn von etwa 14 Euro bedeutet kann sich ja wohl jeder ausrechnen...
Ich bin für einen Bundesweiten und vor allem Flächendeckenden Streik !!!!
In diesem Sinne
Jürgen Heppe
18:03
@5
Ich mag da nicht widersprechen. Doch auch die in diesem Gewerbe einsetzende Arbeitslosigkeit treibt den Zeitarbeitsfirmen die Kunden zu. Herren wie Clement wird es freuen und die Agentur für Arbeitslosenverwaltung ist diese Kundschaft los.
Win-win und alle sind zufrieden. Nur leider dürfte es der Zeitarbeiter nicht sein. So war es gemeint-einverstanden?
17:45
# 3
Übrigen: Zeitarbeit (z.B. Persona Service) und Leistungslohn sind zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe.
17:34
#3
Ich bin seit vielen jahren im Baugewerbe beschäftigt und mir ist durchaus klar, dass dort einiges schiefläuft. Aber mir ging es ja auch nur um die rechtliche Grundlage. Auch beim Leistungslohn, darf der Mindestlohn nicht unterschritten werden. Die Einhaltung des Mindestlohnes muß auch jeden Monat bei der Urlaubskasse nachgewiesen werden, manche Firmen scheuen da offensichtlich nicht vor massiver Manipulation zurück. Mein Tip: Anruf beim Hauptzollamt, die interessieren sich sehr für solche Praktiken. Aber wenn keiner mal aufmuckt wird sich auch nichts ändern.
17:18
anna, du bist zu lustig.
Noch realitätsfremder gehts woh nicht.
Die Arbeiter werden zu Dumpinglöhnen gezwungen.
Das nennt man Leistungslohn, wobei die Leistung so hoch gsetzt wird, dass die Zielsetzung nicht erreicht werden kann.
Und dann ist man eben selber Schuld wenn man nur 5,60€ die Stunde verdient.
Ist halt Marktwirtschaft.
13:22
#1
Nur zur Info: Im Baugewerbe gibt es keine Zeitarbeit, ist verboten
12:54
Clement wirds schon richten und den ein und anderen Kunden für die Zeitarbeit sollte es langfristig vielleicht auch bringen.