Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Fluggesellschaft

Iberia-Piloten starten Streiks - 150 Flüge gestrichen

09.04.2012 | 11:52 Uhr
Iberia-Piloten starten Streiks - 150 Flüge gestrichen
Viele Flugzeuge der Iberia bleiben am Montag am Boden. Foto: afp

Madrid.   Die Piloten der spanischen Fluggesellschaft Iberia wehren sich gegen die Gründung einer Billig-Tochtergesellschaft. Am Montag legten sie deshalb die Arbeit nieder. Es soll der Beginn einer langen Streikwelle sein.

Die Piloten der spanischen Fluggesellschaft Iberia sind aus Protest gegen die Gründung des konzerneigenen Billigfliegers Iberia Express in den Ausstand getreten. 150 Inlands- und Auslandsflüge fielen am Montag aus. Es war der erste von den angekündigten 30 Streiktagen der Piloten. Bis Mitte Juli wollen sie jeden Montag und Freitag die Arbeit niederlegen. Nach Angaben von Iberia kostet jeder Streiktag drei Millionen Euro.

Laut Iberia-Internetseite wurden für Montag insgesamt acht Verbindungen von und nach Deutschland gestrichen. Betroffen waren jeweils ein Flug von und nach Frankfurt, Düsseldorf, München und Berlin. Ein Sprecher des Frankfurter Flughafens sagte, dort habe der Streik "so gut wie keine" Auswirkungen. Je zwei Iberia-Flüge von und nach Madrid sollten planmäßig stattfinden. Bei Stornierungen würden die Passagiere auf Flüge anderer Fluglinien umgebucht, sagte der Sprecher.

Nach Ansicht der Gewerkschaft Sepla sind durch die neue Billigairline 8000 Arbeitsplätze bedroht. Zudem sehen die Piloten Abkommen im Rahmen des Zusammenschlusses von Iberia und British Airways zur International Airlines Group (IAG) verletzt. IAG und Iberia wollen mit der neuen Tochter 2,5 Millionen Passagiere gewinnen und dadurch das Ruder im defizitären Spaniengeschäft herumreißen. (rtr)



Kommentare
Aus dem Ressort
Amazon-Streik in Rheinberg bis Mittwoch verlängert
Tarifstreit
Der seit Montag laufende Streik am Amazon-Standort in Rheinberg soll bis Mittwochabend verlängert werden. Verdi warf dem Konzern eine "völlig unbewegliche Haltung" vor. Schon seit mehr als einem Jahr versucht die Gewerkschaft, den Großkonzern zu neuen Tarifverhandlungen zu zu bewegen.
Das alte Smartphone zu Geld machen
Smartphones
Für seine neuen Smartphone-Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus verlangt der Hersteller Apple stolze Summen. Die hat nicht jeder mal eben so übrig. Doch wer sein gebrauchtes Smartphone zu Geld macht, kann die Anschaffungskosten verringern. Wie das geht und was selbst ältere Modelle noch einbringen.
Ehrenamtliche Kuchenbäcker verunsichert neue EU-Verordnung
Lebensmittel
Ehrenamtler, die Selbstgebackenes für den guten Zweck verkaufen, befürchten, dass eine neue EU-Verordnung ihnen die Arbeit erschweren könnte, weil sie künftig über Allergene im Gebäck informieren sollen. Bei vereinen herrscht deshalb große Unsicherheit.
Südwestfälische Firmen von EU-Sanktionen irritiert
Russland
Die Vorschriften der EU-Sanktionen gegen Russland lösen derzeit bei Unternehmen in Südwestfalen Irritationen aus. Was darf nun exportiert werden und was eigentlich nicht? Wirtschaftsanwalt Wolfgang Ehrlich empfiehlt: Gründliche Eigenprüfung vor dem Export der Produkte durch die Unternehmen.
Warum das Outlet eher in die Duisburger Altstadt gehört
Stadtentwicklung
Der erfahrene Immobilienexperte Manfred Stüdemann schlägt vor, mit einem Sanierungsplan Platz für ein Outlet Center in der Duisburger Altstadt zu schaffen. Damit könnte die Innenstadt, wo einige Straßen von Leerständen und Niedergang gezeichnet sind, wiederbelebt werden. Die Idee ist aber nicht neu.
Umfrage
Umgestürzte Bäume stören den Bahnverkehr im Ruhrgebiet ganz erheblich. Sind sie auch betroffen?

Umgestürzte Bäume stören den Bahnverkehr im Ruhrgebiet ganz erheblich. Sind sie auch betroffen?