Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Tarifstreit

Hunderte Mitarbeiter von Coca-Cola streiken und fordern mehr Lohn

21.01.2013 | 10:39 Uhr
Bundesweit streiken Beschäftigte von Coca-Cola Deutschland. Sie wollen eine bessere Bezahlung. (Archivbild).Foto: Thomas Philipp

Berlin/Hamburg.  Bundesweit sind Beschäftigte vom Getränkehersteller Coca-Cola in den Warnstreik getreten. Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) fordert sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Coca-Cola bietet 2,5 Prozent. Nächste Tarifrunde ist am 30. Januar in Berlin.

Im Tarifstreit bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG sind am Montag Hunderte Beschäftigte in einen mehrstündigen Warnstreik getreten. Rund 600 Mitarbeiter hätten am Morgen die Arbeit niedergelegt, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die zu dem Ausstand aufgerufen hatte.

Jede Menge Coca Cola

Betroffen seien neun Standorte in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Eine weitere Aktion war für den Nachmittag geplant. Für Montag wurde mit einer Beteiligung von insgesamt 1.000 Streikenden gerechnet.

Die NGG fordert für die Beschäftigten unter anderem sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die nächste Tarifverhandlung ist für den 30. Januar in Berlin angesetzt. Bis zum 29. Januar sollen weitere Warnstreiks an knapp 50 Standorten folgen.

Die wertvollsten Marken der Welt

Coca-Cola bietet zweistufige Einkommenserhöhung

Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG ist der Gewerkschaft zufolge der größte Getränkehersteller in Deutschland und beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter. Coca-Cola hat eine zweistufige Einkommenserhöhung angeboten mit 2,5 Prozent im ersten Jahr und 2,0 Prozent im zweiten Jahr.

NRW-Standorte von Coca-Cola sind unter anderem in Herten, Köln, Drolshagen (Kreis Olpe), Mönchengladbach,Ratingen, Bielefeld, Rheinberg, Hamm, Münster und Soest. (we/dapd/dpa)


Kommentare
Aus dem Ressort
Franz Völkl, Erfinder des modernen Rennskis, ist tot
Trauer
Der frühere Chef des gleichnamigen Konzerns hat mit dem legendären "Renntiger" den Ski-Sport revolutioniert. Der Unternehmer starb im Alter von 87 Jahren.
Viele Paket- und Kurierdienste hebeln Arbeitsschutz aus
Arbeitsschutz
Das Geschäft der Versandhändler boomt - doch in Sachen Arbeitsschutz sieht es bei den meisten Paketdienstleistern in NRW schlecht aus. Bei Kontrollen der Landesregierung fielen 85 Prozent der kontrollierten Verteilzentren, Paket- und Kurierdienste negativ auf. Der Arbeitsminister ist alarmiert.
Bayern hat Nordrhein-Westfalen als "Bierland Nr. 1" abgelöst
Brauereien
NRW scheint den Platz an der Spitze der Brauerei-Standorte verloren zu haben: Im Juni stieg der Bierabsatz vor allem in Bayern — wohl auch dank der Fußball-WM. Damit stieg die Produktion in Süddeutschland erstmals knapp über die der heimischen Brauer.
"Stau war für ihn das Schlimmste", sagt Middelhoffs Fahrer
Middelhoff-Prozess
Im Untreue-Prozess um den früheren Arcandor-Chef Thomas Middelhoff hat am Montag dessen langjähriger Chauffeur ausgesagt: "Stau war das Schlimmste für ihn." Middelhoff hatte mehrere Dutzend Male Privatjets und Hubschrauber für den Weg zur Arbeit genutzt - und über die Firma abgerechnet.
Commerzbank prüft weitere Einsparungen
Banken
Kaum ein Jahr nach der Ankündigung eines umfangreichen Stellenabbaus, plant die Commerzbank weitere Sparpläne. In einem Medienbericht von Montag ist von Auslagerungen im Bereich Finanzen die Rede, wozu auch die Buchhaltung gehört.
Umfrage
Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?

Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?