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HP korrigiert Kurs und bleibt Hersteller von PCs

28.10.2011 | 11:03 Uhr
HP korrigiert Kurs und bleibt Hersteller von PCs
HP wird sich doch nicht vom Geschäft mit klassischen PCs trennen. Die neue Unternehmenschefin Meg Whitman hat den Kurs von Ex-Chef Leo Apotheker korrigiert. (Foto: AP)

New York.  Nach dem Rausschmiss von HP-Chef Léo Apotheker vollzieht der weltgrößte Computerhersteller Hewlett Packard eine Rolle rückwärts: Die neue Chefin Meg Whitman kündigte jetzt an, HP werde weiterhin 'klassische' PCs herstellen und wolle auch auf dem Tablet-Markt Fuß fassen.

Nach fünf Wochen im Amt bringt die neue Chefin von Hewlett Packard (HP) den weltgrößten Computerhersteller auf Kurs: HP werde sich nicht, wie angedacht, vom klassischen PC-Geschäft trennen, teilte Vorstandschefin Meg Whitman am Donnerstag mit. Auch Tablet-Computer will HP wieder anbieten.

Whitmans Vorgänger Léo Apotheker hatte den Kurs der HP-Aktie Mitte August auf Talfahrt geschickt, als er ankündigte, HP werde sich möglicherweise vom klassischen PC-Geschäft verabschieden und künftig auf Software und Dienstleistung setzen - so wie der deutsche Softwarekonzern SAP, von dem Apotheker gekommen war. Der Aktienkurs von HP sackte um 20 Prozent ab. Im September feuerte HP Apotheker und setzte die ehemalige Ebay-Chefin Whitman an die Spitze. Sie saß bereits im Verwaltungsrat des Konzerns.

HP will Apple bei Tablets Konkurrenz machen

Whitman sagte am Donnerstag, nach Prüfung der strategischen, finanziellen und operativen Folgen einer Trennung von der PC-Sparte habe sich die Unternehmensführung dagegen entschieden. Das sei richtig für die Kunden, die Geschäftspartner, die Eigentümer und die Mitarbeiter. "HP steht zu seiner PC-Sparte. Zusammen sind wir stärker."

Apotheker hatte auch entschieden, auf den Tablet-PC TouchPad zu verzichten. Whitman machte dies rückgängig: "Wir müssen im Geschäft mit Tablets vertreten sein", stellte sie klar. Der Chef der PC-Sparte, Todd Bradley, ergänzte, noch sei es nicht zu spät, um auf den Markt vorzudringen, der bislang von Apple mit seinem iPad dominiert wird. Das TouchPad werde künftig aber mit dem Betriebssystem Windows laufen und nicht mehr mit webOS, das HP mit dem Kauf des Handheld-Herstellers Palm erworben hatte, sagte Whitman. In den kommenden zwei Monaten werde das Unternehmen über die Zukunft von webOS entscheiden.

Die Märkte reagierten zunächst verhalten auf die Ankündigungen Whitmans. Im nachbörslichen Handel stieg der Kurs der HP-Aktie um 0,52 Prozent. (afp)

DerWesten

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