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Hochtief spürt die Wirtschaftskrise

14.05.2009 | 11:41 Uhr
Hochtief spürt die Wirtschaftskrise

Essen. Der Baukonzern Hochtief bekommt jetzt die Wirtschaftskrise zu spüren: Der Gewinn des ersten Quartals ging zurück, auch der Auftragseingang lag weit unter dem vom Vorjahr. Konzernchef Herbert Lütkestratkötter zeigte sich bei der Vorstellung der Prognose dennoch "verhalten optimisch".

Der größte deutsche Baukonzern Hochtief hat im ersten Quartal dieses Jahres die weltweite Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Der Gewinn sei von Januar bis März von 32 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 24 Millionen Euro zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Essen mit. Gleichzeitig sei die Leistung um 3,4 Prozent auf 4,76 Milliarden Euro gesunken. Der Auftragseingang habe mit 4,4 Milliarden Euro sogar um knapp 17 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.

Dennoch zeigte sich das Unternehmen zuversichtlich und bestätigte seine Prognose für das laufende Jahr. «Aufgrund unserer Stärke und der Solidität unseres Geschäfts sind wir jedoch weiter verhalten optimistisch», sagte der Vorstandsvorsitzende Herbert Lütkestratkötter. So seien die Auftragsbücher mit Aufträgen im Volumen von mehr als 31 Milliarden Euro «gut gefüllt». Die rechnerische Auftragsreichweite betrage rund 19 Monaten.

"Verhalten optimistisch"

Ein Stahlbetonbauer des Baukonzerns Hochtief arbeitet in Düsseldorf auf der Baustelle des neuen Landeskriminalamtes. Foto: ddp

Mit Blick auf das Geschäftsjahr bekräftigte der Konzern seine Prognose. Demnach geht Hochtief von einem Rückgang bei Auftragseingang und -bestand aus. Weiter werde ein Gewinn auf dem Vorjahresniveau von 175 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz werde dagegen leicht unter dem Vorjahresniveau von 19,1 Milliarden Euro liegen.

«Es ist nicht die Zeit, neue Rekorde anzukündigen», sagte Lütkestratkötter. Man sei jedoch weiter verhalten optimistisch. Der Konzern sei weltweit gut positioniert und gerade in den Segmenten stark, die von den verabschiedeten Sonderkonjunkturprogrammen profitieren würden. Im zweiten Quartal entwickele sich der Auftragseingang insbesondere aufgrund mehrerer Großaufträge aus dem Ausland «sehr positiv». (ddp)

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