Hochtief-Chef plant, wesentliche Unternehmensteile zu verkaufen
06.02.2013 | 21:19 Uhr 2013-02-06T21:19:00+0100
Essen. Droht Hochtief jetzt doch die Zerschlagung? Der neue Unternehmenslenker Marcelino Fernandez plant, wesentliche Teile des Unternehmens zu verkaufen. Damit verbunden wäre wohl ein Stellenabbau im Management. Hochtief steht eine turbulente Aufsichtsratssitzung bevor.
Ungeachtet aller Beteuerungen des spanischen Mehrheitseigentümers ACS steht dem Essener Hochtief-Konzern womöglich doch die Zerschlagung bevor. Nach Informationen dieser Zeitung aus dem Unternehmensumfeld plant der neue Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes den Verkauf wesentlicher Teile des Unternehmens.
Derzeit arbeitet Fernandez an der Neuausrichtung des Konzerns. Ein Punkt in den Überlegungen ist der Verkauf des Servicebereiches mit 6000 Mitarbeitern und der Projektentwicklung mit rund 200 Mitarbeitern. Damit wäre etwa die Hälfte des Geschäftsbereiches der Hochtief Solutions AG von den Zerlegungsabsichten betroffen. Offenbar will der Spanier damit auch den Erwartungen der Börsenanalysten entgegenkommen. Bei Hochtief hieß es, es seien „keinerlei Entscheidungen“ gefallen.
200 Mitarbeiter in der Projektentwicklung
Im Servicebereich hat der größte deutsche Baukonzern das Geschäft mit dem Gebäudemanagement zusammengefasst: also etwa die technische Ausstattung, Wartung und Betrieb von größeren Bürogebäuden oder Flughäfen. In der Projektentwicklung sind 200 Mitarbeiter mit der Planung und Entwicklung von Stadtquartieren, Büroimmobilien oder Einzelhandelsflächen beschäftigt.
Sollte Fernandez die Pläne in die Tat umsetzen wollen, muss er mit dem heftigsten Widerstand der Arbeitnehmervertreter rechnen. Schließlich würde der Manager glatt wortbrüchig. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat hatten sich von Fernandez schriftlich zusichern lassen, dass es keine Zerschlagung von Hochtief geben werde. In einem Mitarbeiterbrief hatte der Hochtief-Chef mit Blick auf die künftige Strategie geschrieben, „Aufsichtsrat und Vorstand sind sich darin einig, dass eine Zerschlagung oder Filetierung der Hochtief AG kein Gegenstand einer solchen Strategie ist und sein wird.“
Bei einem Verkauf droht Stellenabbau
IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel, Mitglied im Aufsichtsrat, hatte im November nach der Wahl von Fernandez gesagt, ein Stellenabbau sei für Hochtief keine Strategie. Ein Verkauf der Bereiche hätte aber vermutlich einen Stellenabbau in den Verwaltungsbereichen in einer mittleren dreistelligen Größenordnung zur Folge, heißt es im Unternehmensumfeld.
Dem Vernehmen nach will der Manager das Infrastrukturgeschäft stärken und die derzeit niedrigen Gewinnmargen erhöhen. Das aber gilt in der Branche als äußerst schwierig wegen des starken Wettbewerbs. Spekuliert wird auch, dass Hochtief mit der spanischen ACS-Tochter Dragados zusammengelegt werden könnte.
Die Aufsichtsratssitzung könnte turbulent werden
Sollte die neue Strategie in der Aufsichtsratssitzung am 27. Februar auf den Tisch kommen, dürfte es turbulent zugehen. Laut Informationsdienst „Platow Brief“ sollen die unabhängigen Mitglieder in dem Gremium mit Rücktritt gedroht haben. Die Unternehmensberaterin Christine Wolff ist bereits ausgeschieden. „Aus persönlichen Gründen“, heißt es bei Hochtief.

23:22
das nennt der Kapitalismus...soziale Marktwirtschaft...schönen Tag noch
19:07
Da kauft ein spanisches Pleiteunternehmen mit Hilfe einer spanischen Pleitebank ein gesundes deutsches Unternehmen und die neoliberale deutsche Merkelregierung mit Hilfe des "Oppositionsführers Peer" und dem "Umweltschützer" Trittin retten diese Bank mit deutschen Steuergeldern! Noch Fragen?
11:10
wo holt ein spanisches Pleiteunternehmen die Kohle her ? Von spanischen Pleitebanken mit EU - Geldern von uns bezahlt ? Ich habe immer mehr das Gefühl , das in der EU die Vorgabe gilt Deutschland solange zu melken bis der Euter leer ist und dann alles kaputtmachen. Aber diese Bundesregierung sieht nur zu und ist damit beschäftigt die eigenen Taschen voll zu machen.
Lieber Ecki,
wieso mobilisieren Sie nicht die Gesellschaft der Enterbten und Besitzlosen zu einer Demonstration? Vielleicht mit einer Sternfahrt gen Berlin. Dann dürfen Sie alles auf die Tagesordnung bringen, die Deutschland in Ihren Augen schaden.
Aber nein, der deutsche Michel hat sich nie getraut nach oben hin Aufzulehnen. Lieber wird die Faust in der Tasche gemacht und eine Kröte nach der anderen geschluckt.
Daher hören wir (Sie und ich sind auch gemeint) lieber mit dem Jammern auf und gehen friedlich aber bestimmt auf die Straße um gegen jedwede Ungerechtigkeit zu Demonstrieren.
Ich hätte kommenden Samstag bis Montag Zeit (in der Woche muss ich leider meine Brötchen verdienen).
Nehmen Sie die Einladung an?
Grüße
Ismet
10:55
madoxx
wieso bitte vergleiche ich äpfel mit birnen??????
bmw hat doch sicherlich vor dem kauf von rover in deren papiere geguckt.
oder kam das aus für rover durch bmw etwa über nacht??????
wenn rover praktisch pleite war warum hat bmw den rover vorher noch gekauft????
UND SO SIND NUN MAL DIE BÖRSENSPIELREGELN:
DA WIRD GEKAUFT UND VERKAUFT:
UND HOCHTIEF IST NUN MAL AN EINEN NEUEN BESITZER GEGANGEN.
ach ja
was ist eigendlich aus mitsubishi geworden nachdem dort daimler sich dran verhoben hat.
habe lange nichts mehr neues von mitsubishi gesehen noch gehört.
deutsche firmen übernehmen natürlich für immer und ewig ausländische "konkurrenz".
ich lach mich weg.
das ist numal der börsenwahn der solche blüten treibt.
wie gesagt
ich würde mich mal weiter erkundigen welche deutsche firmen ausländische übernommen haben bzw deren mehrheit inne haben.
aber deutsche firmen sind ja soooooo human.
nein deutsche firmen tun sowas ja nicht.
Nun ist es hier allerdings so, dass sich ein spanischer Konzern Gelder (deutsche Gelder) gepumpt hat um Hochtief zu übernehmen und deshalb von der deutschen Regierung in den Hintern getreten gehört, weil dieser Konzern nämlich eine Verantwortung dem deutschen Steuerzahler und dem deutschen Arbeiter gegenüber hat.
Und das sind weder Äpfel noch Birnen!
vivalavida
das ist freie Marktwirtschaft - soll doch das Heilmittel für alles sein
10:46
ist ja vollkommen ungewöhnlich, diese Geschäftspraktiken
Jetzt macht es ein spanisches Unternehmen - und schon wird sich aufgeregt.
10:30
Spanische Heuschrecke? Erwartungen der Börsennotierung? Nur zu Lasten der Arbeitnehmer, die diesen Betrieb am Leben halten. Wenn sich die Beschäftigten so eigennützig verhalten würden wie dieser Melonenbauer, dann Gute Nacht Hochtief.
09:27
tja
jetzt trifft es halt mal ein deutsches unternehmen.
wenn ich daran denke was bmw mit rover gemacht hat.....
sie vergleichen Äpfel mit Birnen
07:58
warum wundert mich diese Nachricht gar nicht?
weil das von Anfang an zu erwarten war.