Heizbedarf vermutlich um fünf Prozent gestiegen

Düsseldorf..  Zum Ausklang der Heizperiode zeichnet sich ab: Dieser Winter meinte es wieder ziemlich gut mit den Verbrauchern. Zwar waren der Dezember und der Februar deutlich kühler als zwölf Monate zuvor, doch insgesamt war der Winter relativ mild. Der Energiebedarf der Haushalte dürfte nach einer Musterrechnung von Anfang Oktober bis Ende März um etwa fünf Prozent höher liegen als in der vorangegangenen Heizperiode, teilte das Verbraucherportal Verivox mit. Das gilt für den deutschen Durchschnitt, regional können die Temperaturen durchaus deutlich abweichen. Jedoch können noch kühle Wochen kommen.

Fünf Prozent mehr Verbrauch bedeutet nicht automatisch fünf Prozent mehr Kosten. Sie hängen auch von der Preisentwicklung der verschiedenen Brennstoffe und Heizungssysteme ab. Ungefähr die Hälfte der deutschen Haushalte heizt mit Gas. „Der Gaspreis hat sich kaum von der Stelle bewegt“, sagte Florian Krüger von Verivox. Er liegt ungefähr um zwei Prozent niedriger als vor einem Jahr. Das bedeutet für die Eigentümer und Mieter, deren Häuser und Wohnungen mit Gas beheizt werden: Diese Heizperiode ist um vier Prozent teurer als die vergangene. Von der Preisseite her kommt keine Entlastung.

Ganz anders sieht es für die knapp 30 Prozent der Haushalte aus, die mit Öl heizen: Sie profitieren vom Preisrutsch beim Rohöl, der im vergangenen Sommer einsetzte. Damit fielen auch die Heizölpreise.