Hat Henkel das Rennen um Wella verloren?

Düsseldorf. Der Konsumgüterkonzern Henkel hat den milliardenschweren Bieterkampf um den Shampoo-Hersteller Wella Medienberichten zufolge verloren. Demnach soll der US-Parfüm- und Kosmetikkonzern Coty angeblich das Düsseldorfer Unternehmen ausgestochen haben. Ein Henkel-Sprecher wollte sich gestern nicht zu dem Bericht äußern und sprach von Spekulationen. Über den möglichen Zukauf war bereits in den vergangenen Wochen berichtet und Henkel als Interessent genannt worden.

Coty soll für das Geschäft, das neben Wella auch noch andere Haarpflege-Marken des Wella-Eigentümers Procter & Gamble (P&G) umfasst, nach einem Bericht der „New York Post“ bis zu 12 Milliarden US-Dollar bieten.

Henkel soll Interesse gehabt haben, mit einem Zukauf diesen Bereich im Konzern zu stärken. Auf die Körperpflege-Sparte entfällt bei den Düsseldorfern derzeit ein Umsatzanteil von 22 Prozent. Waschmittel machen 28 Prozent aus, 50 Prozent entfallen auf Klebstoffe.