Das aktuelle Wetter NRW 16°C
Hackerangriff

Hackerangriff bei Apple - Daten wurden wohl nicht gestohlen

20.02.2013 | 09:09 Uhr
Hackerangriff bei Apple - Daten wurden wohl nicht gestohlen
Hacker haben einige Rechner des Internetriesen Apple angegriffen.Foto: dapd

Los Angeles.   Die Angriffe von Hackern auf Firmen und Medienunternehmen nehmen stark zu. Nun hat es auch den Internetriesen Apple erwischt. Es sei laut Apple jedoch nur eine "geringe Zahl" von Rechnern betroffen, und es wurden angeblich keine Daten gestohlen. Der Angriff ähnelt dem auf das Netzwerk Facebook.

Nach einer Reihe von US-Firmen und Medienunternehmen ist nun auch Apple ins Fadenkreuz von Hackern geraten. Die Angreifer seien in eine "geringe Anzahl" Rechner von Mitarbeitern eingedrungen, als sich die Apple-Angestellten eine Webseite von Softwareentwicklern angesehen hätten, berichtete der US-Fernsehsender CNN am Dienstag unter Berufung auf den Technologiekonzern. Es gebe keine Hinweise, dass dabei Daten gestohlen worden seien, hieß es weiter.

US-Sicherheitsexperten vermuten das chinesische Militär hinter Hackerangriffen

Apple habe nicht mitgeteilt, wann der Angriff stattgefunden habe. Noch im Laufe des Dienstag sollte ein Programm angeboten werden, dass Mac-Computer auf schädliche Software hin untersuche.

Die Hacker-Attacke ähnelt den Angaben zufolge einem Angriff gegen das soziale Netzwerk Facebook vom Januar. Auch dabei hatten Angestellte eine Webseite von Software-Entwicklern besucht.

US-Sicherheitsexperten vermuten das chinesische Militär hinter mehreren Dutzend Hackerangriffen auf Firmen und Organisationen weltweit. Eine Studie der Sicherheitsfirma Mandiant zufolge konnten 141 Hackerangriffe in englischsprachigen Ländern auf eine "Einheit 61398" zurückverfolgt werden, die im chinesischen Militär für Angriffe auf Computernetzwerke zuständig sein soll, wie die "New York Times" am Dienstag berichtete.

Auch Coca Cola war schon Hacker-Opfer

Den Angaben zufolge waren unter anderen der Getränkeriese Coca Cola und eine kanadische Softwarefirma Opfer der Hackergruppe. Sie habe "systematisch Terabytes an Daten gestohlen", heißt es in der Studie von Mandiant.

Ihre Computer seien in einem Stadtteil von Schanghai geortet worden, wo auch die chinesische Militäreinheit ihren Sitz habe. China bestreitet die Vorwürfe vehement. Anfang Februar hatten die Zeitungen "New York Times" und "Wall Street Journal" berichtet, ihre Computernetze seien vom Reich der Mitte aus attackiert worden. (dapd)


Kommentare
Aus dem Ressort
Pannenserie und Opel-Aus in Bochum machen GM zu schaffen
Autokonzern
Die Pannenserie um defekte Zündschlösser bei General Motors (GM) und die Sanierungskosten für die Autofertigung zum Jahresende in Bochum sorgen für hohe Verluste bei Opel und GM. Dennoch blickt der Konzern optimistisch in die Zukunft und will vielleicht schon 2015 wieder Gewinne schreiben.
Nachwuchs fehlt - Azubi-Mangel im Varieté-Theater in Essen
Ausbildung
Das Varieté-Theater GOP in Essen würde gern zwei Restaurantfachkräfte ausbilden, doch es fehlen auch dieses Jahr wieder geeignete Bewerber. Schon im vergangenen Jahr blieben zwei Lehrstellen unbesetzt. Das GOP dürfte kein Einzelfall sein. Gerade die Gastronomie ist bei Jugendlichen unbeliebt.
Apotheken beraten laut Testurteil eher schlecht als recht
Apothekentest
Wie gut beraten Pharmazeuten vor Ort, wie gut Versandapotheken? Das wollte die Stiftung Warentest herausfinden - und kam zu einem eher mäßigen Urteil. Nur acht von 38 getesteten Anbietern wurden mit "gut" bewertet. Apotheken vor Ort schnitten nicht unbedingt besser ab als die Online-Konkurrenz.
Blaue Gummibärchen - Haribo wagt Farb-Experiment
Goldbären
Blaue Gummibärchen? Geht nicht, hieß es jahrelang. Jetzt macht Haribo dem Warten ein Ende: In einer PR-Aktion ließ der Bonner Süßwarenproduzent seine Facebook-Fans über neue Bärenfarben abstimmen. Klar, dass Blau das Rennen gemacht hat — aber kann es sein, dass der Farbstoff fischig schmeckt?
Energiewende kann für Stadt Duisburg richtig teuer werden
Klimapolitik
Die Energiewende kann für Duisburg richtig teuer werden, warnt Stadtwerke-Chef Marcus Wittig. Notwendig sei dies nicht, fügt er hinzu. Die Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes sei nämlich auch mit modernen Kraftwerken möglich – und zwar erheblich günstiger im Vergleich zu Erneuerbaren Energien.
Umfrage
Schalke-Boss Clemens Tönnies hat einen Besuch der Mannschaft im Kreml in Aussicht gestellt. Wie sehen Sie das: Darf Schalke öffentlichkeitswirksam Herrn Putin besuchen?

Schalke-Boss Clemens Tönnies hat einen Besuch der Mannschaft im Kreml in Aussicht gestellt. Wie sehen Sie das: Darf Schalke öffentlichkeitswirksam Herrn Putin besuchen?