H&M fordert mehr Mindestlohn für Textilarbeiter in Bangladesch
05.09.2012 | 14:20 Uhr 2012-09-05T14:20:07+0200
Dhaka. 29 Euro in Monat erhalten Textilarbeiter in Bangladesch - das ist der dortige gesetzliche Mindestlohn. Das Geld reicht nicht annähernd zum Leben. Die schwedische Textilkette H&M macht sich jetzt bei der Regierung in Bangladesch gegen Niedriglöhne stark.
Der schwedische Modekonzern H&M hat höhere Löhne für die Textilarbeiter in Bangladesch gefordert. Die Regierung müsse den Mindestlohn in den Fabriken anheben, sagte der Chef der zweitgrößten Modehauskette der Welt, Karl-Johan Persson, nach einem Treffen mit Premierministerin Sheikh Hasina am Dienstagabend. Sein Unternehmen sei an einer "langfristigen Zusammenarbeit" mit den Lieferanten aus Bangladesch interessiert, "aber wir wollen auch, dass die Arbeiter faire Löhne bekommen", sagte Persson. Niedriglöhne seien ein Hauptproblem der Modebranche.
In Bangladesch werden die niedrigsten Löhne in der Textilbranche weltweit gezahlt - der von der Regierung festgesetzte Mindestlohn liegt bei umgerechnet rund 29 Euro im Monat. Nach Angaben der Organisation "Clean Cloth Campaign" braucht ein bangladeschischer Arbeiter aber 130 Dollar monatlich zum Überleben. Aus Protest gegen die niedrige Bezahlung hatten im Juni zehntausende Arbeiter protestiert. Mehr als 300 Fabriken mussten landesweit schließen, mindestens hundert Menschen wurden bei Zusammenstößen mit der Polizei verletzt.
Bangladesch exportierte 2011 Bekleidung im Wert von 19 Milliarden Dollar (15,09 Milliarden Euro). H&M kaufte 2011 Kleidung für 1,5 Milliarden Dollar aus Bangladesch und war damit der größte europäische Einkäufer für Waren des Landes. (afp)

14:21
Wieder so ein Betrieb der mit Billigimporten den soliden Fachhandel unterboten und in den Ruin getrieben, den plötzlich auf Bestellung das schlechte Gewissen plagt.
12:49
Niemand hat ein schlechtes Gewissen oder will sich in Bangladesh stark machen für höhere Mindestlöhne. Warum wird denn in Bangladesh produziert? Weil es in China schon zu teuer geworden ist. Und wenn es in Bangladesh zu teuer wird gehts auf in die Türkei wo es noch mal um Längen billiger ist. Schade, die Chinesen hatten mittlerweile echt gute Quaität und die Bangladeshis waren gerade dabei den Umgang mit den Azofarbstoffen zu lernen ohne das der Träger des T-Shirts sofort Ausschlag bekommt oder ins Koma fällt. Und ein Artikel der NICHT von Kindern hergestellt wird ist überall auf der Welt zu teuer. Das ist Fakt.
11:31
Da H&M mehrmals in Dokos genannt wurde wie sie ihre Artikel dort unter MENSCHENUNWÜRDIGEN Bedingungen herstellen lassen..wundert mich jetzt die neue Ausrichtung der Firma??!! Was hat den Sinneswandel bewirkt...sollten DIE tatsächlich ihr Gewissen wiedergefunden haben??
18:13
Ich würd mich gegen niedrige Deiche in Bangladesh stark machen.
16:50
na endlich mal was positives gegen die Ausbeutung ! hoffentlich nicht nur eine Schlagzeile.
16:38
was wir brauchen sind Politiker die den Mut haben Zölle gegen Sozialdumping einzuführen.