Gute Geschäfte bei Media Markt und Saturn beflügeln Metro

Handeslriese Metro ist mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft zufrieden. Vor allem die via Internet generierten Umsätze sind gestiegen.
Handeslriese Metro ist mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft zufrieden. Vor allem die via Internet generierten Umsätze sind gestiegen.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Die langjährigen Sorgenkinder des Handelsriesen glänzen im Weihnachtsquartal mit kräftigen Zuwächsen. Zwiespältig ist das Bild allerdings in Russland.

Düsseldorf.. Lange Jahre waren Media Markt und Saturn die Sorgenkinder des Handelsriesen Metro - doch jetzt haben die Elektronikketten offenbar wieder Tritt gefasst. Ihr Umsatz stieg im wichtigen Weihnachtsquartal um 4,1 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Media Markt und Saturn profitieren dabei nicht zuletzt vom massiven Ausbau des Online-Geschäfts, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die via Internet generierten Umsätze stiegen um deutlich mehr 25 Prozent. Doch auch in wichtigen Auslandsmärkte konnten die Ketten deutlich zulegen.

Zwiespältig war für die Metro dagegen die Entwicklung auf dem krisengeschüttelten, russischen Markt. Zwar konnte der Konzern hier in seinen Metro-Großmärkten und Elektronikketten zweistellige Umsatzzuwächse erzielen - dies lag wohl auch an den durch den Rubel-Verfall ausgelösten Hamsterkäufen. Doch wurden diese Zuwächse durch den Wertverfall des Rubel bei der Umrechnung in Euro aufgezehrt.

Rückschlag für Warenhaustochter Kaufhof

Die negativen Wechselkurseffekte und der Verkauf des Real-Geschäfts in Osteuropa ließen den Metro-Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 unter dem Strich um 2,2 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro sinken. Währungs- und portfoliobereinigt sei aber ein Umsatzzuwachs von 2,6 Prozent erzielt worden, betonte das Unternehmen. "Das Weihnachtsgeschäft verlief insgesamt positiv", sagte Konzernchef Olaf Koch.

Handel Einen Rückschlag musste allerdings die Warenhaustochter Kaufhof hinnehmen. Hier sorgte die milde Witterung im Herbst dafür, dass sich die unverkaufte Winterware in den Geschäften stapelte. Das konnte auch durch deutliche Umsatzsteigerungen im Weihnachtsgeschäft nicht vollständig kompensiert werden. (dpa)