Güterverkehr auf dem Wasser legt zu

Essen..  Dank der guten Wirtschaftslage schwimmen auch die NRW-Häfen auf der Erfolgswelle. Schiffsladungen von insgesamt 126,3 Millionen Tonnen wurden laut amtlicher Landesstatistik in den Binnenhäfen im vergangenen Jahr umgeschlagen. Der Güterumschlag über die Wasserstraßen legte damit zum zweiten Mal in Folge zu und stieg gegenüber 2013 um 2,2 Prozent. Drei Viertel der Gesamttonnage machten dabei die vier größten Gütergruppen Erze und Steine, Kokerei- und Mineralölerzeugnisse, Kohle, Rohöl und Erdgas sowie Chemie-Produkte aus. Der Containerumschlag stieg sogar um 6,8 Prozent auf 1,1 Millionen Einheiten (TEU).

Maßgeblich geprägt wird die Bilanz durch den Duisburger Hafen, der mit 52,4 Millionen Tonnen einen Anteil von über 40 Prozent am gesamten wassergebundenen Güterumschlag in NRW hat. Europas größter Binnenhafen konnte 2014 um knapp vier Prozent wachsen.

Ohnehin schnitten die meisten Ruhrgebietshäfen besser ab als die Konkurrenz am Rhein – nach Einschätzung von Arndt Glowacki von der Arbeitsgemeinschaft der NRW-Häfen ein Beleg für die gute Entwicklung der Ruhrwirtschaft. Köln, der zweitgrößte NRW-Hafenstandort, wuchs um nur 0,1 Prozent. Die Häfen Neuss-Düsseldorf verloren sieben Prozent. In Dortmund ging es dagegen um knapp 30 Prozent nach oben, in Essen um 12,5 Prozent, in Marl um 10,7 Prozent. Bottrop verzeichnete ein Plus von 40 Prozent. Leicht verloren hat Gelsenkirchen (- 2,6 Prozent).