Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Finanzmarkt

Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus

19.11.2009 | 13:33 Uhr
Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus

Düsseldorf. Totz sinkender Überschüsse planen deutsche Großkonzerne üppige Dividenden für 2009 auszuschütten. Laut eines Medienberichtes werden die 30 größten börsennotierten Unternehmen im Frühjahr 2010 rund 20,3 Milliarden Euro an ihre Aktionäre überweisen.

Die deutschen Großkonzerne werden trotz sinkender Überschüsse offenbar auch für 2009 üppige Dividenden ausschütten. Wie das «Handelsblatt» in seiner Donnerstagausgabe berichtete, werden die 30 größten börsennotierten Unternehmen im Frühjahr 2010 rund 20,3 Milliarden Euro an ihre Aktionäre überweisen. Das seien nur zwei Milliarden Euro weniger als im Vorjahr.

Konzerne schütten 71 Prozent ihrer Nettogewinne aus

Insgesamt schütteten die Konzerne damit 71 Prozent ihrer Nettogewinne aus, heißt es unter Berufung auf gemeinsame Berechnungen mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) weiter. Im bisherigen Rekordjahr 2007 hätten die Unternehmen 55 Milliarden Euro verdient, von denen sie etwa 45 Prozent weiterreichten.

Weiter heißt es, dass die Anteilseigener der DAX-Konzerne damit eine durchschnittliche Dividendenrendite von 3,73 Prozent erzielten. Das sei rund ein Fünftel mehr als deutsche Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit bieten.

Auch in schwierigen Zeiten Dividenden zahlen

Zwar würden die Firmenvorstände den Hauptversammlungen erst in den kommenden Monaten vorschlagen, wie viel sie für das abgelaufene Geschäftsjahr ausschütten wollen. Auswertungen der Quartalsbilanzen, Vorstandsaussagen, Mittelzuflüsse, Nettoerlöse und feste Ausschüttungsquoten ermöglichten aber schon jetzt zuverlässige Prognosen. «Bei vielen Unternehmen ist der Versuch erkennbar, auch in schwierigen Zeiten kontinuierliche Dividenden zu zahlen», sagt Steffen Neumann von der LBBW. (ddp)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
20.11.2009
02:26
Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus
von Dieter07 | #23

Das ist die Gier des kleinen Mannes
Vater zockt
Sohn verliert die Arbeit
Kinder hungern
solch ein System kann nicht grausamer sein !

20.11.2009
01:28
Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus
von kuba4711 | #22

@21 Wolfgang . Zu Hundert Prozent Zustimmung! : -)))

20.11.2009
01:23
Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus
von Wolfgang_E | #21

Gier! *smile*

20.11.2009
01:15
Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus
von kuba4711 | #20

Wir haben hier also den exemplarischen Fall ,dass es eigentlich die Kapitalseite ist ,die von der Existenz eines gesetzlichen Sozialversicherungssystems -hier der Arbeitslosenversicherung - profitiert.
Um so unverständlicher ist der permanente Kampf der Arbeitgeberseite gegen die Existenz der gesetzlichen Sozialversicherungssysteme.,insbesondere durch die Verfechter der neoliberalen Wirtschaftstheologie.

20.11.2009
00:55
Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus
von Wolfgang_E | #19

Stimmt absolut!
Kurzarbeitergeld müsste auf Darlehensbasis sein!

20.11.2009
00:45
Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus
von kuba4711 | #18

@12 mannidoof. Die weiter gehende Frage ist dann : aus welchen Krediten haben sich die sog. Jahres - Überschüsse heraus entwickelt.
Sehr gut zu studieren bei den großen deutschen Privatbanken, deren sog. Überschüsse oft aus direkten -oder indirekten - Staatskrediten realisiert werden.
Und die Dax-Konzerne ,die im Moment mit maßgeblichen Mitarbeiterzahlen in Kurzarbeit sind ,die müssten meiner Meinung nach die erwirtschafteten sog, Gewinne an die Arbeitsagentur rückführen.
Denn mit der tatsache ,dass viele Mitarbeiter in kurzarbeit sind reduziert sich die Lohnbelastung der betroffenen Betriebe erheblich.
Diese eingesparten Gelder machen oftmals erst einen betriebswirtschaftlichen Gewinn erst möglich .
Allerdings auf Kosten der -noch- öffentlichen Institution Arbeitsagentur

19.11.2009
21:56
Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus
von jalev | #17

... erstaunlich - wo es doch allen Konzernen dermassen schlecht geht, daß stäündig Arbeitskräfte entlassen werden müssen!

19.11.2009
19:39
Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus
von Wolfgang_E | #16

Ach so, ich spiele auch mit Aktien (im kleinsten Stil), und man kann locker 30-50% Gewinn erwirtschaften, im Einzelfall auch mehrere 100 %! Man sollte immer wissen, wovon man spricht.

Hohe Konzerngewinne zu Lasten der eigenen Mitarbeiter und zu Lasten der Verbraucher müssten als peinliches Sozialversagen der Konzernlenker angesehen werden.

Immer wieder werden Stimmen laut, die die Überführung von Energiekonzernen, Großunternehmen der Finanzwirtschaft und andere Großkonzerne in öffentliches Eigentum und unter strenger staatlicher Kontrolle fordern.

Wer bestimmt dann wirklich?
Das Volk?
Nein!
Je nach politischer Lage entsprechende Staatsdiener, aber wer kontrolliert die Staatsdiener?
Welcher Wahnsinnige wird einmal den Staat lenken?!

WIR Arbeitnehmer und Verbraucher werden zu Gunsten von Konzernlenkern und Großaktionären schlichtweg ausgeblutet! Oft erhalten Großkonzerne unendlich hohe Subventionen.

Man sehe sich die Konzernzentralen an, die Firmengeflechte und die Bilanzen, nebst Rückstellungen und Gewinnen, sowie Gewinn-Verschiebungen! Wer lesen kann ist echt im Vorteil - und insbesondere gilt das für Bilanzen, und was dort nicht offengelegt wird!

Ideen:
Als großen Erfolg für die energiepolitische Diskussion bezeichnete beispielsweise Michael Aggelidis, energiepolitischer Sprecher des Landesvorstandes, die Entscheidung des Landesparteitages DIE LINKE.NRW, die Energieriesen RWE und E.ON ---> zu vergesellschaften.

Ich persönlich sehe hier folgenden Lösungsansatz:
Entflechtung dieser Konzerne und Großunternehmungen bis zur Eigenständigkeit.

Stadtwerke stärken!
Bildung von z. B. Aktiengesellschaften , deren frei handelbare Bürger-Aktien sich ausschließlich in Streubesitz befinden dürfen und bei denen auch die Vertretungen der Aktionäre begrenzt sein müssen.

Der Streubesitz könnte z. B. auf 5 % pro Anteilseigner und die Vertretungen auf 20 % aller Aktien begrenzt werden, wobei die Höchstwerte bei Privatpersonen auch für Verwandtschaftsverhältnisse und bei Gesellschaften für verwandte Unternehmen gelten muss. Bei der Aktienvergabe sind Mitarbeiter der Unternehmen von unten an zu bevorzugen.

So und durch festzulegende Regelungen soll gewährleistet sein, dass das Interesse aller Eigner primär in der Mitarbeiterzufriedenheit und in der Kundenzufriedenheit besteht und die natürlich notwendigen Gewinne nachrangig zu betrachten sind. Wichtig ist eine menschenwürdige Arbeit bei guter Bezahlung, wobei diese an der Gewinnsituation festgemacht werden sollte.

Die Vorstandsvergütungen könnten an der Zufriedenheit von Mitarbeitern, an kontinuierlichen oder steigenden Mitarbeiterzahlen, und an der Zufriedenheit von Kunden sowie an der Mitarbeiterbezahlung der untersten Lohngruppen festzumachen sein.

Das maßlose Gewinnstreben EINZELNER muss ein Ende haben!

19.11.2009
15:18
Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus
von toll | #15

@1 Du hat Wirtschaft in einer Wirtschaft studiert. Hättest du doch geschwiegen, wäre dein Unvermögen nicht aufgefallen.

19.11.2009
14:32
Großkonzerne schütten für 2009 üppige Dividenden aus
von jcm | #14

Jou, Manni, die Entlohnung hat nicht nur sie heimgeholt, sondern Tausende von Menschen, die seit der aus operativen Risiken hervorgegangenen Krise um ihre Zukunft bangen!
Gleich denen, welche von der neofeudalen Neuausrichtung der Wirtschaft und den agierdenden globalen Raubrittern schon längst um eine nennenswerte Zukunft gebracht wurden!

SIE als Kleinanleger spielen eh in einer anderen Liga. Ich habe Aktionärsversammlungen erlebt, auf denen sich Kleinanleger zuhauf über das jeweilige Geschäftsgebaren beschwerten. Manches mal war ich mir sicher, dass der Vorstand nicht entlastet wird - musste mich aber jeweils eines besseren belehren lassen.

SIE werden von den Herrschaften, welche über nenneswerte Aktienmehrheiten verfügen eh nur unter der Prämisse beachtet: Kleinvieh macht auch Mist.

BP Hotte Köhler hat schon vor Wochen vor einer Blase gewarnt, die im Begriff ist, neu aufgepumpt zu werden - und wenn der Mann von etwas Ahnung hat, dann von den Tricksereien im Finanzzirkus!!!

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2124243/create

Umfrage
Das Aus für die Drogeriekette Schlecker ist besiegelt. Werden Sie Schlecker vermissen?

Das Aus für die Drogeriekette Schlecker ist besiegelt. Werden Sie Schlecker vermissen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Das Samsung Galaxy S III
Bildgalerie
Smartphones
Die wertvollsten Marken der Welt
Bildgalerie
Markenvergleich
"Lasst Opel nicht sterben"
Bildgalerie
Opel Bochum
Aus dem Ressort
Wochenendarbeit wird immer mehr zum Normalfall
Berufsleben
Immer mehr Menschen in Deutschland müssen am Wochenende arbeiten. Ihr Anteil ist in den vergangenen 20 Jahren rasant gewachsen. Wie der DGB herausfand, hat das gravierende Auswirkungen auf die Arbeitnehmer.
Bei Schlecker-Frauen herrscht Hoffnungslosigkeit
Schlecker-Aus
Bis zuletzt hatten viele Schlecker-Frauen auf die Rettung ihres Arbeitgebers gehofft. Vergeblich. Im Raum Dortmund sowie in Südwestfalen verlieren hunderte ihre Arbeit. „Jetzt bin ich zum ersten Mal in meinem Leben arbeitslos“, sagt eine Betriebsrätin aus Dortmund.