Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Wirtschaft

Griechenland-Rettung näher gerückt

17.10.2012 | 18:56 Uhr
Foto: /dapd

Die Rettung Griechenlands ist nach monatelanger Hängepartie wieder in greifbare Nähe gerückt: Die Troika der Schuldenkontrolleure hat sich mit der Athener Regierung "auf die meisten Schlüsselmaßnahmen" geeinigt, um das Sparprogramm wieder ins Gleis zu setzen. Das teilte die Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) am Mittwochabend mit.

Brüssel (dapd). Die Rettung Griechenlands ist nach monatelanger Hängepartie wieder in greifbare Nähe gerückt: Die Troika der Schuldenkontrolleure hat sich mit der Athener Regierung "auf die meisten Schlüsselmaßnahmen" geeinigt, um das Sparprogramm wieder ins Gleis zu setzen. Das teilte die Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) am Mittwochabend mit. Eine vollständige Einigung werde "in den kommenden Tagen" erwartet.

Die Delegationsleiter haben ihre Verhandlungen vor Ort beendet und sind in ihre Hauptquartiere zurückgekehrt. Gelöst werden müssten im Grunde nur noch "technische Fragen" zu bestimmten Reformelementen und einzelnen Sparmaßnahmen, sagte ein Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn auf Nachfrage der dapd. Die Troika werde dem EU-Gipfel am (morgigen) Donnerstag aber noch keinen Zwischenbericht vorlegen, sagte der Sprecher. Einen Bericht werde es für die Euro-Finanzminister nach der endgültigen Einigung geben.

Eine ausreichende Note für die Spar- und Reformbemühungen ist eine Voraussetzung für neue Notkredite für Athen. Bis spätestens Ende November werden 31,5 Milliarden Euro benötigt, sonst rutscht das Land in die Pleite.

Notwendig für die Rettung ist aber auch eine Einigung in der Eurogruppe und mit dem IWF, ob die Griechen mehr Zeit für das Erreichen der Sparziele bekommen - und wie die dann entstehende Finanzierungslücke von bis zu 30 Milliarden Euro geschlossen werden soll. Doch da hält sich die Troika heraus. "Finanzierungsfragen werden zwischen Griechenland und den öffentlichen Geldgebern diskutiert", heißt es in der Erklärung. Wolfgang Schäuble (CDU) hatte am Sonntag schon neue Hilfe in Aussicht gestellt. Einen Staatsbankrott für Athen werde es nicht geben, sagte er. Einen Schuldenerlass der Geberländer hält er aber "nicht für zielführend".

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Umgestürzte Bäume stören den Bahnverkehr im Ruhrgebiet ganz erheblich. Sind sie auch betroffen?

Umgestürzte Bäume stören den Bahnverkehr im Ruhrgebiet ganz erheblich. Sind sie auch betroffen?

 
Aus dem Ressort
Amazon-Streik in Rheinberg bis Mittwoch verlängert
Tarifstreit
Der seit Montag laufende Streik am Amazon-Standort in Rheinberg soll bis Mittwochabend verlängert werden. Verdi warf dem Konzern eine "völlig unbewegliche Haltung" vor. Schon seit mehr als einem Jahr versucht die Gewerkschaft, den Großkonzern zu neuen Tarifverhandlungen zu zu bewegen.
Das alte Smartphone zu Geld machen
Smartphones
Für seine neuen Smartphone-Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus verlangt der Hersteller Apple stolze Summen. Die hat nicht jeder mal eben so übrig. Doch wer sein gebrauchtes Smartphone zu Geld macht, kann die Anschaffungskosten verringern. Wie das geht und was selbst ältere Modelle noch einbringen.
Ehrenamtliche Kuchenbäcker verunsichert neue EU-Verordnung
Lebensmittel
Ehrenamtler, die Selbstgebackenes für den guten Zweck verkaufen, befürchten, dass eine neue EU-Verordnung ihnen die Arbeit erschweren könnte, weil sie künftig über Allergene im Gebäck informieren sollen. Bei vereinen herrscht deshalb große Unsicherheit.
Südwestfälische Firmen von EU-Sanktionen irritiert
Russland
Die Vorschriften der EU-Sanktionen gegen Russland lösen derzeit bei Unternehmen in Südwestfalen Irritationen aus. Was darf nun exportiert werden und was eigentlich nicht? Wirtschaftsanwalt Wolfgang Ehrlich empfiehlt: Gründliche Eigenprüfung vor dem Export der Produkte durch die Unternehmen.
Warum das Outlet eher in die Duisburger Altstadt gehört
Stadtentwicklung
Der erfahrene Immobilienexperte Manfred Stüdemann schlägt vor, mit einem Sanierungsplan Platz für ein Outlet Center in der Duisburger Altstadt zu schaffen. Damit könnte die Innenstadt, wo einige Straßen von Leerständen und Niedergang gezeichnet sind, wiederbelebt werden. Die Idee ist aber nicht neu.