Griechen vor Kurswechsel

Athen/Brüssel..  Im griechischen Schuldendrama deutet sich in letzter Minute ein Kurswechsel der neuen Regierung in Athen an – wenige Tage vor Ablauf eines Ultimatums der europäischen Partner des pleitebedrohten Landes. Athen will noch an diesem Mittwoch einen Antrag für die Verlängerung des aktuellen Hilfsprogramms bei der Eurogruppe beantragen. Bisher wurde dies von der neuen griechischen Regierung strikt abgelehnt.

„Wir untersuchen die Möglichkeiten einer Verlängerung des Kredite-Abkommens“, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Regierung am Abend. Das Sparprogramm gelte aber nicht, hieß es weiter. Was das bedeute, wollten die Regierungsquellen nicht sagen. Damit blieb die Frage zunächst offen, ob Athen nun bereit ist, die bisher vereinbarten Auflagen der internationalen Geldgeber zu akzeptieren. Griechischen Medien zufolge strebt Athen eine Verlängerung um sechs Monate – also bis Ende August – an.

Euro-Partner drängen

Deutschland und andere Euro-Länder forderten die Regierung in Athen erneut auf, bis diesen Freitag eine Verlängerung zu beantragen. Dies lehnte das Links-Rechts-Bündnis bisher strikt ab. Athen macht das bisherige Programm der Euro-Partner und des IWF für die Misere in Griechenland verantwortlich.