Google greift Apple mit Musik an
03.09.2010 | 14:55 Uhr 2010-09-03T14:55:00+0200
New York.Google setzt Apple unter Druck: Der Suchmaschinen-Gigant verhandelt angeblich mit der Musikbranche intensiv über ein eigenes Musik-Angebot im Netz. Es soll ohne Speicherung auf lokalen Geräten wie iPods auskommen.
Nach siebenjähriger Marktdominanz muss sich Apple auf einen mächtigen Konkurrenten im Geschäft mit Musik aus dem Internet einstellen. Der Suchmaschinen-Gigant Google verhandelt Kreisen zufolge mit der Musikbranche intensiv über ein eigenes Angebot im Netz. Es soll bereits bis Weihnachten stehen - die Hochsaison der Branche. Google setzt Apple damit unter Druck, ebenfalls ein Musikangebot vorzulegen, das sich auf das „Cloud-Computing“ stützt und damit ohne eine Speicherung auf lokalen Geräten wie iPods auskommt. Google wollte sich nicht zu den Angaben äußern und erklärte lediglich, zum jetzigen Zeitpunkt gebe es nichts mitzuteilen.
Google habe zahlreiche Gespräche mit Musikproduzenten darüber geführt, wie der neue Vertriebskanal gestaltet werden müsse, sagten mehrere Personen, die mit den Plänen vertraut sind. Die Verhandlungen führt demnach Andy Rubin, der bereits Googles Handy-Betriebssystem Android vorangetrieben hat. Ziel sei es, den Nutzern das Abspielen der gekauften Stücke von überallher zu ermöglichen. Die Musikbranche wartet seit langem auf die Chance, ihr digitales Angebot per Datensammlung in einer sogenannten „Cloud“ zur Verfügung zu stellen, für das Nutzer lediglich einen Internet-Zugang brauchen - unabhängig davon, auf welchem Weg sie ins Netz gehen.
Musikbranche reagiert begeistert
Noch seien keine Lizenzverträge unterzeichnet, hieß es in den Kreisen weiter. Die Reaktionen in der Branche seien aber begeistert. „Endlich tritt hier einer an, der die Reichweite, die Ressourcen und das nötige Kleingeld hat, um iTunes auf Respekt einflössende Weise Konkurrenz zu machen“, sagte der Manager eines Musikproduzenten, der nicht namentlich genannt werden wollte. Die Verknüpfung von Googles Suchfunktionen und Handy-Betriebssystem schaffe einen „sehr mächtigen Angreifer, was gut fürs Musikgeschäft ist“. Apple kontrolliert als bislang fast alleiniger Vertriebskanal jeden Aspekt des Geschäfts - von den Preisen bis zu den digitalen Formaten, in denen die Musik zur Verfügung gestellt werden muss.
Apple kontrolliert mit iTunes 70 Prozent aller digitalen Musik-Verkäufe in den USA. Der Online-Händler Amazon ist seit 2007 mit einem eigenen MP3-Angebot auf dem Markt, eroberte bislang aber nur einen Anteil von gerade mal zwölf Prozent. Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin kündigte Sony seinerseits an, seine iTunes-Konkurrenz nun auch in Europa auf den Markt zu bringen. Die Online-Multimediaplattform Qriocity läuft seit April in den USA und soll noch im Herbst auf Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien ausgeweitet werden.

23:19
Wo steht in diesem Artikel etwas über die GEMA?
Wahrscheinlich sind eh wieder die Moslems schuld ... und die GEZ ...
Wird dieses Portal eigentlich nur noch von beschränkten gelesen?!
22:56
Ich höre auch Musik, versuche aber lieber selber zu singen. Aber dafür werden wohl auch bald Gebühren fällig. Erst letztens bei Duschen hat es lautstark an der Tür geklopft, war bestimmt die GEMA.
16:52
Bald werden Sie für jeden Atemzug eine Abbuchung erhalten !
16:50
Ich orgle selber und schreie und stinke auch dazu. Dazu brauche ich keine Lieferanten - so ein Unfug !
16:13
Hier steht nichts von einer Flatrate, und die wird es auch nicht geben.
Das Konzept von Google sieht pay per listen vor.
Das bedeutet man zahlt für jedes Mal anhören einen recht geringen Betrag. Endlich ein Konzept, dass für beide Parteien, Konsument und Musikschaffenden, vertretbar ist.
Selbst eine Chart wird damit richtig aussagekräftig, weil man nicht die Verkäufe, sondern die letztendlichen Spielungen berechnen kann.
15:46
Für eine Musik Flatrate wäre ich durchaus bereit einen ordentlichen Preis im Monat zu zahlen. Dann müsste aber tatsächlich die überwältigende Mehrzahl der mich interessierenden Tracks auch verfügbar sein. Daran scheitern für mich zur Zeit alle Anbieter, die so eine Art Flatrate anbieten. Über ein Angebot von Techno bis Montverdi, über Einstürzende Neubauten, Zappa, Mahler, Bruckner, Schubert, Beethoven, Mozart, Heiden verfügt im Augenblick niemand.