Girls' Day: 20.500 Schülerinnen schnuppern in Männerberufe

Die Arbeit bei der Feuerwehr wird immer noch überwiegend von Männern ausgeübt.
Die Arbeit bei der Feuerwehr wird immer noch überwiegend von Männern ausgeübt.
Foto: Ina Fassbender/dpa (Archiv)
Was wir bereits wissen
Seit 15 Jahren gibt's den Girls' Day bereits. Tausende Mädchen wollen ihn auch dieses Jahr für ein Kurzpraktikum in männerdominierten Berufen nutzen.

Bielefeld/Berlin.. Den 15. Girls' Day am Donnerstag wollen in Nordrhein-Westfalen etwa 20.500 Schülerinnen nutzen, um in typische Männerberufe hineinzuschnuppern. Mehr als 2000 Unternehmen, Behörden und Hochschulen haben im ganzen Land ihre Pforten für ein Kurzpraktikum geöffnet, wie die Koordinierungsstelle für die Veranstaltung in Bielefeld ankündigte. Die Jugendlichen sollen auf diese Weise für Berufe interessiert werden, in denen bislang nur wenige Frauen eine Ausbildung machen oder arbeiten.

Arbeitsmarkt Nach wie vor zieht es weibliche Ausbildungsbewerber überproportional häufig in kaufmännische Berufe oder in den Dienstleistungssektor. In technischen und naturwissenschaftlichen Berufen dagegen sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert. Bei Girls' Day können die Mädchen daher etwa in einem Hüttenwerk hospitieren, den Arbeitsalltag im Software-Unternehmen kennenlernen oder Hand anlegen in der Autowerkstatt.

Viele können sich nach Girls' Day Bewerbung vorstellen

Eine Umfrage habe gezeigt, so die Macher des Girls' Day, dass sich jede dritte Teilnehmerin anschließend vorstellen könne, sich in ihrem Praktikums-Unternehmen später einmal zu bewerben.

Seit einigen Jahren hat sich parallel zum Zukunftstag für Mädchen auch der Boys' Day etabliert: Dafür haben sich landesweit mehr als 6500 Schüler angemeldet. Er zielt vor allem darauf ab, Jungen für soziale Berufsbilder zu begeistern, etwa Erzieher oder Pfleger. (dpa)