Gewerkschaften wollen Mindestlöhne steigen lassen
14.09.2009 | 10:41 Uhr 2009-09-14T10:41:00+0200
Berlin. Die Gewerkschaften wollen künftig nicht nur ihrer Forderung nach Mindestlöhnen mehr Nachdruck verleihen. Jetzt soll auch die Untergrenze von 7,50 Euro in der Stunde "deutlich nach oben" geschraubt werden. Der DGB-Vorsitzende Sommer forderte zudem eine bessere Bezahlung für Leiharbeiter.
Die Gewerkschaften verschärfen ihre Forderungen nach gesetzlichen Mindestlöhnen. Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung», die bisher genannte Untergrenze von 7,50 Euro in der Stunde sei nicht mehr zeitgemäß. Sommer kündigte an, der DGB-Kongress im Mai 2010 werde die Forderung zum Mindestlohn «deutlich nach oben schrauben».
Der DGB-Vorsitzende setzte sich zudem dafür ein, Leiharbeiter besser zu bezahlen. Sie müssten aufgrund ihrer besonderen Arbeitsbedingungen einen «Prekariats-Zuschlag» von zehn Prozent des Lohns erhalten, forderte Sommer mit Hinweis auf entsprechende Regelungen in Frankreich.
"Unglaubliche Fehlentwicklungen"
«Erbitterten Widerstand» kündigte der Gewerkschafter gegen Forderungen nach «Lohnverzicht für Arbeit» an. So «unglaubliche Fehlentwicklungen» wie bei Arcandor dürfe es nicht wieder geben. Obwohl die Beschäftigten dort auf vieles verzichtet hätten, werde Arcandor jetzt zerschlagen.
Sommer begrüßte die Forderung von SPD-Politikern nach einer Finanzmarktsteuer. Er betonte, die Lasten der Krise müssten gerecht verteilt werden. «Diejenigen, die die Finanzkrise verursacht haben, sollten einen Teil der Kosten übernehmen, insbesondere auch Banken, Versicherungen und Investmentfonds.» In einem ersten Schritt sei eine Börsenumsatzsteuer denkbar, «um dann zu einer umfassenderen Finanztransaktionssteuer in Höhe von 0,1 Prozent zu kommen». Bereits dieser geringe Steuersatz würde nach den Worten Sommers dem Staat zusätzliche Einnahmen von 35 Milliarden Euro im Jahr bringen. (ddp)

23:10
@14
Dem stimme ich voll zu!
21:51
Leiharbeit und Zeitarbeit muß immer teurer als reguläre Beschäftigung sein. Nur so kann das Instrument, wenn überhaupt, richtig eingesetzt werden!
19:57
Frage :
Warum zahlen Aldi u. Lidl ca. 14,50 pro Stunde den Kassiererinen,
aber REWE- nach Zwischenschaltung einer Zeitarbeitsfirma- den Mitarbeiter/-innen nur 6,5 pro Stunde ( bei Minijob netto) u. Kik noch weniger als 5 Eu. netto pro Stunde.
Alle angesprochenen Firmen arbeiten mit Gewinn,
paradoxerweise die ersten beiden mit besonders hohem Gewinn!
Es war doch Schröder mit seienen Hiwis Steinmeier u. Hartz die die minijobs entwickelt haben; jetzt gibt es ca. 9 Millionen von diesen Zwitter-jobs wo oft die grösste Lohndrückerei stattfindet, auch wegen der starren 400 Eu. Grenze, die pro monat nicht überschritten werden darf.
Warum zieht da Minister Scholz, SPD, nicht per Rechtsverordnung eine Lohnuntergrenze von zB. 7 Eu. netto pro Stunde Arbeit ein; es würde sicher kaum zu Jobabbau kommen.
Die spd ist doch sowas von kapitalhörig, immer noch.
Schröder sonnte sich ja mit Havannazigarre u. Brionianzug im Klischee des Genossen der Bosse , das muss aufhören, die sozis müssen wissen wer sie wählt den müssen sie auch 150% vertreten u. nicht lau daherreden !
16:24
@ 11 Oder er ist Wirt und wählt FDP.
Frei nach dem Motto : Wer nichts wird , wird Wirt und wählt auch noch die FDP!!!!!!
16:01
@10
So wie mannidoof schreibt, geht er wohl täglich in die Wirtschaft.
14:59
#9 von mannidoof
Wenn Sie so ein Experte sind, dann gehen Sie doch in die Politik oder in die Wirtschaft. Ihrer Meinung nach darf nur noch Politik um die Wirtschaft gemacht werden.
Deckeln wäre mein Vorschlag und zwar nicht die Löhne sondern die Sitten der Frankfurter Börse.
Wenn die IKB in Irland kaputt geht, dann kann das ja wohl nicht an der stärkeren Regulierung in Deutschland liegen.
13:52
Tolle Idee: Finanzmarktsteuer in Deutschland einführen. Haben die Roten es noch immer nicht gemerkt, dass man über den heimischen Tellerrand hinaussehen muss...?
Die IKB ist mit Geschäften in Irland kaputt gegangen, die in Irland erlaubt und in Deutschland stärker reguliert waren.
Bei einer deutschen Finanzmarkststeuer beantragen die DAX-Konzerne eine Börsenzulassung in London und die Titel werden dort gehandelt. Das Ergebnis: Verlust von Erträgen und Jobs in Deutschland!
Die Roten haben von Wirtschaft so viel Ahnung wie ein Fisch vom Radfahren!
13:45
Klar Gewerkschaftsfutzi - bring das deinen Gewerkschafts-Kollegen in den Bundestagsabgeordnetenreihen bei und wir glauben dir. Das muss aber bis zum 31. diesen Monats noch geschen.
Ansonsten biederst du dich nur noch bei uns an und wirbst für die SPD um Wähler.
Und das ist schlecht.
11:28
wenn man sieht das eine Zeitarbeitsfirma von dem Kunden den sie mit Sklaven beliefert 2100€ verlangt für die einfachste tätigkeit und der Sklave davon 700€ erhält plus 400€ für Sozialabgaben drauf gehen so bleibt dem Sklavenhändler immer noch gut 1000€ . Wenn man weiß das dieser Sklavenhändler im Jahre 2007 1MRD. in Worten EINEMILLIARDE € nach Steuer an Umsatz und damit an Gewinn erziehlt hat dann kann man nur von Sklavenhändler schreiben und Die Gewerkschaften fragen warum schaut ihr jetzt erst über den Rand ,statt den Leuten schon früher richtig auf die Finger zu Klopfen denn sie Arbeiten im Vorstellungsgespräch gerne damit das sie Gewerkschaftlich Organisiert sind .......nur wehe wenn nach einem halben Jahr oder früher Gekündigt wird ist von Gerwekschaft bei den Sklaventeribern nicht mehr viel zu sehen.
09:59
Ja Herr Sommer, machen Sie das mit der SPD, Ihr habt doch noch Zeit bis zum 27.09.09