Das aktuelle Wetter NRW 2°C
Opel-Mutterkonzern

General Motors bekommt neuen globalen Marketingchef

30.07.2012 | 06:56 Uhr
Der Opel-Mutterkonzern General Motors steckt weiter im Umbruch, Nun erwischte es Marketing-Chef Ewanick

Detroit.  General Motors setzt den globalen Marketingchef Joel Ewanick vor die Tür. "Er hat die Erwartungen des Unternehmens nicht erfüllt", teilte der Sprecher des größten US-Autobauers, Greg Martin, am Sonntagabend mit. Details nannte Martin nicht. Ewanick war vor etwas mehr als zwei Jahren zu der Opel-Mutter gekommen. Übergangsweise wird Alan Batey, Chef für den US-Vertrieb, die Aufgaben des 52-jährigen Ewanick übernehmen.

Die personellen Umbesetzungen in der Führungsebene von General Motors (GM) gehen weiter: Am Sonntag trat der globale Marketingleiter des amerikanischen Autokonzerns zurück. Nach Angaben des Unternehmens in Detroit entschloss sich Joel Ewanick mit sofortiger Wirkung zu diesem Schritt. Erst Mitte des Monats war die Führung der angeschlagenen Tochter Opel neu strukturiert worden, nachdem der Vorstandsvorsitzende Karl-Friedrich Stracke überraschend zurücktrat.

Der 52-Jährige Ewanick war 2010 zunächst zu GM gekommen, um den Vertrieb in Nordamerika zu leiten. Nach wenigen Monaten wurde er zum globalen Marketingleiter befördert. Die Rücktrittsentscheidung kam, nachdem GM größere Änderungen in seiner Werbestrategie beschlossen hatte.

So hatte der Autokonzern im Frühling verkündet, nicht mehr bei Facebook zu inserieren, weil die Werbung in dem sozialen Netzwerk nicht effektiv sei. Werbespots beim Super Bowl im Februar wurden wegen Preiserhöhungen abgesagt. Zugleich blieb eine von Ewanick verantwortete Werbekampagne in den USA unter dem Motto "Chevy Runs Deep" ohne große Resonanz.

GM legt in dieser Woche seine Bilanz für das zweite Quartal vor. Im ersten Quartal wies der Konzern einen Nettogewinn von einer Milliarde Dollar aus. (dapd/rtr)

Opel-Chef tritt zurück

 



Kommentare
Aus dem Ressort
Bahn geht auf Lokführer zu - GDL berät dennoch über Streiks
Tarifverhandlungen
In den Tarifverhandlungen mit der Lokführergewerkschaft GDL ist die Bahn erstmals bereit, der GDL auch Verhandlungen für zusätzliche Mitarbeitergruppen zuzugestehen. Das erklärte Bahn-Personalvorstand Weber am Freitag. GDL-Chef Weselsky aber ist mit dem Stand der Gespräche unzufrieden.
Burger-King-Betreiber Yi-Ko bietet Lösungsvorschlag an
Meldungen
Dem umstrittenen Burger-King-Franchiser Yi-Ko läuft die Zeit davon: Alle Fililalen sind geschlossen, Löhne müssen dennoch gezahlt werden. Nach einem Gesellschafterwechsel hat Yi-Ko jetzt ein Lösungsangebot: Burger King habe keinen Grund, es abzulehnen, so der Anwalt des Franchisenehmers.
Fitness-Studio im Essener Opti-Park in der Insolvenz
Wirtschaft
Die 45 Mitarbeiter hatten es schon länger befürchtet, nun musste "City Fitness Essen" Insolvenz anmelden. Das im Opti-Gewerbepark neben dem Asylheim gelegene Studio bleibt aber vorerst geöffnet. Der Noteinrichtung will der Insolvenzverwalter keinesfalls die Verantwortung zuschieben.
Verbraucherzentrale fordert schnelle Preissenkung bei RWE
Stromtarif
Die Essener Verbraucherschützer fordern den Stromversorger RWE auf, die Preise im Grundversorgungstarif zügig zu senken und somit dem Beispiel vieler anderer Firmen zufolgen. Gleichzeitig mahnen sie Stromkunden an, die noch in diesem teureren Tarif sind, zu wechseln, um Geld zu sparen.
Viele Bahnsteige in Essen zu hoch für zukünftige S-Bahnen
Nahverkehr
Langfristig sollen alle S-Bahnhöfe auf den einheitlichen 76-Zentimeter-Standard ausgelegt werden. In Essen trifft das derzeit nur auf vier von 24 Haltepunkten zu. Der Umbau könnte sich mangels Geld über Jahrzehnte hinziehen. Viele kürzlich erst sanierte Bahnhöfe bekamen höhere Bahnsteige verpasst.
Umfrage
Der deutsche Beitrag zum Spenden-Song
 
Fotos und Videos