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Rechtsschutz: Ohne Kosten vor Gericht klagen?

27.01.2016 | 13:48 Uhr
Rechtsschutz: Ohne Kosten vor Gericht klagen?
Eine Rechtsschutzversicherung kann Familien und Singles Sicherheit in allen privaten Lebensbereichen geben. Vor Vertragsabschluss sollte man sich aber vorab genau informieren und Anbieter vergleichen.Foto: dpa picture alliance

Essen.  Jedes Jahr werden in Deutschland mehrere Millionen juristische Streitfälle von Rechtsschutzversicherungen bearbeitet. In manchen Lebenslagen lohnt es sich daher, eine zu haben.

Jeder kann einmal in Konflikte geraten, die sich nicht einfach so aus der Welt schaffen lassen. Sei es bei Auseinandersetzungen mit den Nachbarn oder dem Arbeitgeber, eine Rechtsschutzversicherung unterstützt den Versicherungsnehmer, seine Ansprüche durchzusetzen – vorausgesetzt, sie sind rechtlich begründet. Dank einer solchen Versicherung kann nicht nur Geld gespart, sondern auch die Nerven beruhigt werden.

Das kostet eine Rechtsschutzversicherung

Eine leistungsstarke Rechtsschutzversicherung kostet für eine vierköpfige Familie ca. 460 Euro pro Jahr (ohne Selbstbeteiligung).  Der günstigste Anbieter kostet ca. 298 Euro (ARAG Rechtsschutz Basis ohne Selbstbeteiligung). Abgedeckt sind hierbei die Bereiche Privates, Beruf, Verkehr und Wohnen. Ein Single zahlt im Durchschnitt 320 Euro (ohne Selbstbeteiligung). Sind Versicherungsnehmer willig, einen Teil der Kosten selbst zu tragen, verringert der Jahresbeitrag.

Darauf sollte man vor Vertragsabschluss achten

  • Der Versicherungsschutz sollte auch außerhalb Europas bestehen
  • Die  Entschädigungsleistungen (Deckungssumme) sollten mindestens 250.000 Euro betragen
  • Der Versicherer sollte die Kosten für die Stellungnahme eines unabhängigen Gutachters übernehmen, falls er der Übernahmen eines Rechtsschutzfalls ablehnt
  • Kapitalanlegerklagen sollten mitversichert sein

Das gilt es zu beachten: Sämtliche Konflikte, die schon vor Abschluss einer Rechtsschutzversicherung bestanden, sind vom Schutz selbstverständlich ausgeschlossen. Zudem muss die Versicherung bereits mindestens drei Monate aktiv sein, damit sie in Anspruch genommen werden kann. Eine Ausnahme sind Verkehrsunfälle, denn hier greift die Versicherung sofort.

Fazit: Eine Rechtsschutzversicherung gehört zwar nicht zu den zwingend notwendigen Absicherungen, dennoch kann bei der Durchsetzung rechtlicher Interessen schnell einer hoher Kostenfaktor auf den Betroffen zukommen. Bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, sollte man einen Rechtsschutzvergleich nutzen und auf das Kleingedruckte achten.

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Marion Helmes

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2016-01-27 13:48
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