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Bei Festgeld muss auf die Monatslaufzeiten geachtet werden

Für Festgeld erhält man noch Zinsen. Wichtig ist, dass man sein Erspartes nicht zu lange bei einer Bank anlegt, um auf Zinsänderungen schneller reagieren zu können.
Für Festgeld erhält man noch Zinsen. Wichtig ist, dass man sein Erspartes nicht zu lange bei einer Bank anlegt, um auf Zinsänderungen schneller reagieren zu können.
Foto: iStock
Da aktuell die Zinsentwicklung nicht vorhersehbar ist, sollten Sparer, die ihr Geld fest anlegen wollen, am besten mehrere Festgeldkonten eröffnen – und zwar mit unterschiedlichen Laufzeiten

Essen. Anleger haben die Möglichkeit, ihr Erspartes für einen längeren Zeitraum anzulegen. Da die Zinsen aber auch wieder steigen können, sollte das gesamte Vermögen nicht auf ein einziges Festgeldkonto eingezahlt werden, sondern auf mehrere verteilt. Dabei sollten Anleger unterschiedliche Laufzeiten wählen.

Man sollte aber beachten, dass Festgelder ebenso wie Sparbriefe von einer vorzeitigen Kündigung ausgeschlossen sind. Man sollte sich also genau sicher sein, dass man für einen bestimmten Zeitraum auf das Ersparte verzichten kann. Nur wenige Banken geben vor dem regulären Laufzeitende das angelegte Geld frei – Gründe wären hier beispielsweise ein Unfall oder der Tod. Zinsen oder Stornogebühren werden aber dennoch fällig.

Einlagen sind EU-weit geschützt

Kurz vor Ende der Laufzeit des Festgeldkontos erhalten Anleger eine Anfrage der Bank, wie es mit ihrer Anlage weitergehen soll. Die Endsumme kann entweder auf das Referenzkonto überwiesen werden (ein Festgeldkonto muss übrigens nicht bei der Hausbank geführt werden) oder man legt das Geld erneut bei derselben Bank an oder sucht sich einen passenden und attraktiveren Finanzpartner.

Ein Tipp: Für Festgeld erhält man in europäischen Nachbarländern einen höheren Zinssatz als bei deutschen Banken. Damit die Einlagen sicher sind, greift auch hier die EU-weite Einlagensicherung. Im Falle einer Bankenpleite sind pro Kunde und Bank Gelder bis zu einer Höhe von 100.00 Euro geschützt. Da das Festgeld in Euro angelegt wird, gibt es zudem keine Währungsverluste, wie dies bei Fremdwährungskonten möglich ist.

Gut zu wissen: Festgeldzinsen stellen Einkommen aus Kapitalvermögen dar und sind demnach einkommensteuerpflichtig. Bei der Besteuerung behält die Bank die auf den Zinsertrag fällige Abgeltungssteuer (die 25 % beträgt) direkt bei der Zinsgutschrift ein und führt diese ab.

Fazit: Bevor man sich für eine Bank entscheidet, sollte man unbedingt einen Vergleich durchführen. Ein Blick ins Kleingedruckte ist wichtig, denn einige Banken werben mit hohen Zinserträgen, deren Garantie aber auch kürzer ausfallen kann als bei Konkurrenzbanken.

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