Gedämpfter Optimismus

An Rhein und Ruhr..  Keine großartige Euphorie, aber auch kein durchgängiger Pessimismus: Die deutsche Wirtschaft geht nach einer Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) mit leicht positiver Stimmung ins kommende Jahr 2015. Bei weitgehend stabiler Beschäftigung erwarten die Verbände im neuen Jahr im Schnitt einen leichten Zuwachs von Produktion und Umsatz.

Tragende Säule

Lediglich vier der 48 befragten Verbände rechnen dagegen mit einem wirtschaftlichen Rückgang. Zugleich dämpft der verhaltene Optimismus die Investitionspläne der Unternehmen. Dabei erwartet eine Mehrheit der Branchen konstante Investitionen.

Deutschlands Maschinenbau, eine der tragenden Säulen der deutschen Exportwirtschaft, leidet zwar unter der aktuellen Investitionsschwäche in Deutschland und der ungelösten Russland-Ukraine-Krise. Dennoch rechnet der Verband mit einem Produktionsplus – angetrieben durch Impulse aus dem Ausland, beispielsweise aus China und aus den Vereinigten Staaten.

Auch bei Versicherungen und Banken knallen die Sektkorken keineswegs: Gründe hierfür seien die weiterhin geringen Investitionen in Deutschland, der extrem niedrige Leitzins und die schärferen gesetzlichen Regulierungen, heißt es weiter beim IW.

Gefüllte Auftragsbücher

Die schwächelnde Konjunktur in Europa, die Ukraine-Krise, der Mindestlohn und die unklare Energiepolitik hätten in der deutschen Wirtschaft ihre Spuren hinterlassen, resümierte das IW. Noch seien viele Auftragsbücher zwar gefüllt. „Die Unternehmen sehen (aber) zunehmend die Risiken, die aus der internationalen und nationalen Politik resultieren“, erklärte IW-Direktor Michael Hüther am Wochenende.