GDL erklärt Tarifverhandlungen mit der Bahn für gescheitert

Berlin..  Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert erklärt. Ob und wann es zu neuen Warnstreiks kommen wird, will die GDL am 18. Februar entscheiden.

Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky sagte nach einer Tarifrunde in Berlin am Mittwochabend, die Bahn habe „eine Rolle rückwärts gemacht.“ Der Konzern bestehe darauf, dass ein Tarifabschluss mit der GDL identisch mit einem Ergebnis sein müsse, dass die Bahn mit der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) abschließen werde. Dies sei nicht akzeptabel. Auf die Bahnfahrgäste kommen nun womöglich weitere Streiks zu. Über das Vorgehen will die GDL am 18. Februar beraten, teilte sie mit.

„Wir standen kurz vor dem Durchbruch und einer Einigung über eine Grundstruktur zum Flächentarifvertrag und die GDL verweigert sich grundlos“, zeigte sich Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber überrascht über die Reaktion der Gewerkschaft. Die Bahn habe sich bereit erklärt, den bisherigen GDL-Flächentarifvertrag für Lokführer um die Berufsgruppen Zugbegleiter und Disponenten zu erweitern.

Die Bahn sowie die Gewerkschaften EVG und GDL befinden sich seit dem Sommer in einem komplizierten Tarifkonflikt für etwa 160 000 Beschäftigte. Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit.