GDL-Chef Claus Weselsky hat kein Interesse an Schlichtung

GDL-Chef Claus Weselsky lässt sich mit einem Streikaufruf weiter Zeit. Im Tarifkonflikt mit der Bahn ist es bereits zu sechs Arbeitsniederlegungen gekommen.
GDL-Chef Claus Weselsky lässt sich mit einem Streikaufruf weiter Zeit. Im Tarifkonflikt mit der Bahn ist es bereits zu sechs Arbeitsniederlegungen gekommen.
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Was wir bereits wissen
Wann der nächste Bahn-Streik beginnen soll, ist weiter unklar. GDL-Chef Claus Weselsky zeigt sich an einem Schlichtungsverfahren nicht interessiert.

Frankfurt/Main.. Die Lokführergewerkschaft GDL hält sich weiterhin bedeckt, ob und wann sie bei der Deutschen Bahn zu einem Streik aufrufen wird. "Es gibt keinen neuen Stand", sagte ein GDL-Sprecher auf Anfrage am Montagmittag in Frankfurt. Die GDL-Spitzengremien hatten am Mittwoch voriger Woche grundsätzlich einen weiteren Streik beschlossen nach sechs Arbeitsniederlegungen im vergangenen Herbst. Sie überließen es aber dem geschäftsführenden Vorstand, Beginn und Dauer festzulegen.

Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky rückte am Montag von seiner rund eine Woche alten Aussage ab, dass der nächste Streik bei der Bahn "um die hundert Stunden lang sein" werde. Im Fernsehsender "Phoenix" sagte Weselsky nun, die GDL habe "die hundert Stunden nie ausgeführt". Das Landesarbeitsgericht in Hessen habe der GDL jedoch im November bescheinigt, dass 109 Stunden Streik verhältnismäßig seien.

Weselsky zeigte sich an einem Schlichtungsverfahren nicht interessiert. Es werde keine Schlichtung geben darüber, "ob wir verhandeln dürfen und darüber, ob wir Tarifverträge für unsere Mitglieder abschließen dürfen". Die Bahn blockiere, indem sie versuche "ein Bild zu erzeugen, dass sie uns immer wieder entgegenkommt". Tatsächlich verhandele sie bislang aber nicht über die Inhalte des Tarifkonflikts. Die Deutsche Bahn hatte sich am Wochenende zu einer Schlichtung bereiterklärt. (dpa)