Funke-Verleger soll Chef des VDZ werden

Berlin.  Der Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Hubert Burda, zieht sich nach fast 20 Jahren im Amt zurück. Nachfolger des 76-Jährigen soll Stephan Holthoff-Pförtner (68) werden, Mitgesellschafter der Funke Mediengruppe aus Essen, in der auch diese Zeitung erscheint.

Das Präsidium schlug ihn vor, wie der Verband gestern meldete. Die Delegiertenversammlung stimmt über die Personalie am 6. November in Berlin ab.

VDZ-Vizepräsident Rudolf Thiemann sagte, Burdas designierter Nachfolger sei ein „hochkompetenter, in gleicher Weise unternehmerisch wie politisch denkender und agierender Verleger“. Der Essener ist nicht nur Verleger, sondern auch Rechtsanwalt und Notar. Holthoff-Pförtner ist in der politischen Welt über die Parteigrenzen hinweg vernetzt und ein gefragter Ratgeber zahlreicher Vorstände unterschiedlichster Unternehmen und Branchen. Die Funke Mediengruppe gehört zu den führenden Zeitschriftenverlagen Deutschlands.

„Herausragende Leistungen“

Burda, Miteigentümer von Hubert Burda Media in München, stand fast 20 Jahre an der Spitze des Verbandes. Das Präsidium des Verlegerverbandes dankte ihm für „seine herausragenden Leistungen und Verdienste für die gesamte Branche und deren Interessenvertretung“. Er habe die Entwicklung des Verbands und der gesamten Branche maßgeblich gestaltet.